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Einwohnerzahl Spandau wächst berlinweit am stärksten
Passanten in der Altstadt vom Bezirk Spandau in Berlin. ( Quelle: IMAGO/Stefan Zeitz Photography)
00:44 Min
Passanten in der Altstadt vom Bezirk Spandau in Berlin. ( Quelle: IMAGO/Stefan Zeitz Photography)
  • Die Einwohnerzahl Berlins ist seit Dezember 2025 um 0,1 Prozent gewachsen
  • Spandau und Treptow-Köpenick verzeichnen stärksten Zuwachs
  • Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf verlieren Bewohner
  • Erst im Dezember hatte Berlin die 3,9-Millionen-Marke geknackt

Ende Juni haben 3.917.196 Millionen Menschen in der Hauptstadt gelebt. Das sind, so das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, rund 3.500 Einwohner mehr (0,1 Prozent) als noch im vergangenen Dezember (3.913.644).

Einige Bezirke mit Einwohnerrückgang

Besonders stark gewachsen ist die Einwohnerzahl wegen neu entstandenen Wohnquartieren in Spandau (+0,9 Prozent/2.417 Personen) und Treptow-Köpenick (+0,8 Prozent/2.482 Personen). In Spandau gab es besonders viel Zuzug in den sogenannten Planungsräumen Werkstraße, Zitadellenweg und Gartenfeld.

Andere Bezirke wie Reinickendorf (-0,4 Prozent/1.020 Personen) und Charlottenburg-Wilmersdorf (-0,3 Prozent/987 Personen) verzeichnen dagegen leichte Rückgänge.

Auch hinsichtlich der Altersstruktur zeigen sich deutliche Unterschiede: In zentralen Kiezen leben überdurchschnittlich viele Menschen zwischen 27 und 44 Jahren. Ältere Menschen über 65 sind hingegen häufiger in den äußeren Stadtgebieten zu finden - vor allem in den Westberliner Bezirken.

Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist in Berlin-Mitte mit knapp 60 Prozent am höchsten. Er liegt damit deutlich über dem Berliner Durchschnitt von rund 43 Prozent.

3,9-Millionen-Marke im Dezember geknackt

Im vergangenen Dezember hatte Berlin die Marke von 3,9 Millionen Einwohnern geknackt. Entscheidend für das Wachstum der Hauptstadt sei die Zuwanderung aus dem Ausland, erklärte das Statistikamt.

Auch im Juli 2026 hatte das Amt für Statistik in der sogenannten Wanderungsstatistik – Erfassung neu hergezogener und abgewanderter Menschen – mitgeteilt, dass 2025 mehr Menschen nach Berlin gezogen als abgewandert seien. Insgesamt sind 177.473 Menschen letztes Jahr nach Berlin gezogen. Gleichzeitig haben 157.775 die Stadt verlassen. Das ist ein sogenannter Wanderungsgewinn von 19.698 Personen.

Etwa ein Drittel der Zuzügler sind Deutsche und zwei Drittel Ausländer, hieß es. Aus keinem anderen Land zogen 2025 mehr Menschen nach Berlin als aus Indien (11.273 Zuzüge). Auf Platz zwei und drei folgen Ukraine und Türkei.

Sendung: rbb24 Inforadio, 25.08.2026, 12:43 Uhr

Audio: rbb24 Inforadio, 25.08.2026, Kerstin Reinsch

Berlin Wohnen

11 Kommentare

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  • Helmut Krüger

    Spandau wächst, die Anbindung nicht. Sowohl die Nachverdichtung in bestehenden Räumen als auch die Erschließung neuer Räume für das Wohnen machen deutlich, wie sehr Spandau ÖPNV-mäßig hinterherhinkt. Der Pulk ein- und ausfahrender Busse am Bhf. Spandau spricht Bände. Eine weit unter Straßenniveau verlaufende U-Bahn, zu der erst einmal hinuntergekommen und dann wieder hochgekommen werden muss, löst das Problem jedenfalls nicht, weil U-Bahnen erst weit über 3 km tatsächlich Vorteile bieten. Die Lösung läge mithin in der Straßenbahn und dem Neuzuschnitt von Verkehrsflächen. Eine alle 3 - 4 Min. befahrene Tramstrecke ist so leistungsfähig wie 6 Autospuren, eine alle 5 Min. befahrene Strecke immerhin wie 4 Autospuren. Was also ginge bei einem Neuzuschnitt (bspw. minus 2 bis 3 Autospuren) an Leistung tatsächlich VERLOREN ?

    0 Antworten
  • Mac.O

    Spandau wächst berlinweit am stärksten, weil Flächen nachverdichtet wurden. Die Bewohner Spandaus sind am unzufriedensten mit dem Angebot an Bus und Bahn in ganz Berlin. Dem Bezirk droht ein Verkehrskollaps, wenn nicht massiv nachgebessert wird.

    • IckeDu

      Wo kann man das nachlesen das die Spandauer die unzufriedensten sind was ÖPNV angeht? Wieder gerne wissen wo die anderen Bezirke liegen.

    • Staakener

      Im Tagesspiegel. Die Umfrage war im späten Frühjahr 2026. Entlastung wurde ja durch die U-Bahn-Verlängerung erhofft, dies wurde aber gegiffeyt, äh, gecancelt. Die Straßenbahn ist auch nicht wirklich eine Alternative. Sie würde ebenso im Stau stehen. Da, wo sie ein eigenes Bett hätte sieht es im Untergrund ein wenig anders aus als vor 40 Jahren oder die Brücken bringen es nicht mehr. S-Bahnverlängerung nach Falkensee wäre auch schön gewesen. Radwege gibt es, mal hier mal da. Über den Zustand braucht man nicht zu reden, es gibt keinen und so mancher Feldweg lässt sich besser fahren. Straßen gehen so und die tägliche Autoschau auf den Ausfallstraßen ist schon fast Folklore. Busse gibt es und wenn die Haltestellen nicht wieder zugeparkt sind halten die auch da. Es gibt auch Rufbusse - ich bin schon heiser - und Nachtbusse, aber wenige nach Mitternacht. Ich finde das liest sich echt zufrieden - oder?

  • Rosenrot

    Es wäre schön wenn dieses Wachstum auch zur Wiederbelebung der Altstadt führen würde. Aber das bleibt wohl nur Wunschdenken.

    0 Antworten

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