Die bisher China-exklusive Grafikkarte ist ab heute offiziell auch bei uns zu haben, Händlernangebote sind bislang aber kaum zu finden. (Bildquelle: AMD)
Viel zu lange mussten PC-Spieler hierzulande in die Röhre schauen, doch ab heute hat das Warten ein Ende. AMD bringt die Mittelklasse-Grafikkarte Radeon RX 9070 GRE nach einem Jahr China-Exklusivität offiziell nach Deutschland und Europa.
Wie das Tech-Magazin Golem.de berichtet, reagiert der Chiphersteller mit diesem globalen Launch auf die anhaltende Hardware-Krise und flankiert den Grafikkarten-Start mit einer Überraschung: Um Lieferengpässe zu überbrücken, bringt AMD gleichzeitig ein CPU-Tandem auf den Markt, das alte und neue Technik vereint.
Neben dem neuen, aber auf älterer Technik basierenden Ryzen 7 7700X3D gibt es auch das Retro-Comeback des AM4-Prozessors Ryzen 7 5800X3D.
Der China-Import für Europa: Was kann die RX 9070 GRE?
Wann kommt der Gamestar-Test? Wir werden den Test der RX 9070 GRE so bald wie möglich veröffentlichen und zeigen, wie sich die Grafikkarte im Vergleich mit der Konkurrenz von Nvidia schlägt.
Die »Golden Rabbit Edition« der Radeon RX 9070 soll eine Lücke in der europäischen Mittelklasse schließen. Für rund 550 Dollar – der exakte Euro-Preis ist noch nicht bekannt – erhalten PC-Spieler eine Grafikkarte, die auf AMDs aktueller RDNA-4-Architektur basiert.
AMD hat die Grafikkarte ursprünglich exklusiv für den umkämpften chinesischen Hardware-Markt entwickelt. Die anhaltende Chip-Knappheit und stark steigende Preise für Grafikkarten haben die Karte nun auch für den europäischen Markt attraktiv gemacht.
Die wichtigsten Hardware-Specs hat AMD auf einer offiziellen Produktseite veröffentlicht:
| Spezifikation | Wert / Details |
| Grafik-Architektur | RDNA 4 (Navi-48-Chip) |
| Recheneinheiten (CUs) | 48 Compute Units |
| Grafikspeicher (VRAM) | 12 GB GDDR6 |
| Speicheranbindung | 192-Bit |
| Leistungsaufnahme (TDP) | ~210 bis 220 Watt |
| Zielauflösung | 1440p (WQHD) |
| Wichtige Features | FSR 4 (KI-gestütztes Upscaling & Frame Generation) |
| UVP (Preis) | 549 US-Dollar |
AMDs neue Grafikkarte tritt im Preisbereich direkt gegen Nvidias Geforce RTX 5060 Ti (16 GB) an.
Mehr zum Thema: Welche Grafikkarte für WQHD, FHD und 4K-Gaming ist 2026 die beste? Empfehlungen unseres Experten von Nvidia, AMD und Intel
Die Prozessor-Überraschung: AMD reaktiviert alte Plattformen
Neben der neuen, alten, Grafikkarte hat AMD auch zwei Prozessoren angekündigt, die ebenfalls neu und alt vermengen:
- Das Retro-Comeback: Der Ryzen 7 5800X3D ist eigentlich ein alter Bekannter. AMD legt die Zen-3-CPU für rund 350 Dollar (rund 300 Euro) neu auf. Sie erlaubt es, auf der alten, aber günstigen AM4-Plattform mit günstigerem DDR4-Speicher zu bleiben. Der Prozessor soll ab dem 25. Juni als spezielle »Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition« in den Handel kommen.
- Ein neuer Prozessor: Mit dem Ryzen 7 7700X3D gibt es zudem eine komplett neue Option für PCs. Das Zen4-Modell soll das neue Einstiegsmodell für Spieler werden, das sich zwischen Ryzen 7 7800X3D und Ryzen 5 7600X3D positioniert. AMD plant, den Prozessor ab dem 16. Juni in den Handel zu bringen.
AMDs aktueller Release-Mix mag auf den ersten Blick wie eine Resteverwertung wirken, könnte sich für AMD aber als lukrativer Kompromiss erweisen. Auch bei Spielern könnte sich AMDs-Schachzug lohnen, da sowohl Preis als auch Verfügbarkeit viele Spieler positiv stimmen dürfte.

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vom 02.06.2026, 03:26 Uhr
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vom 01.06.2026, 16:04 Uhr
Im Hardware Forum im GSPB hatte übrigens Lurtz schon darauf hingewiesen, dass die 550 $ der 9070 GRE (12 GB) derselbe Preis ist wie zum Launch für die 9070 (16 GB).
Zum umgerechneten Preis kommt auch noch die MwSt. oben drauf...
Also ja, wer das letzte Jahr und auch bis jetzt nicht aufrüsten wollte oder konnte, darf zukünftig wohl tiefer in die Tasche greifen.
Auf eine 9070 GRE gewartet zu haben... keine Ahnung, welche Lücke die nun bedienen soll.
Also ja, doch, die Lücke zwischen all dem halbgaren Zeug wie den 8 GB Karten, einer 9060 XT 16 GB, die zwar immerhin unter 400 € landet, aber eben nicht so viel Rohleistung hat und einer 5070 mit nur 12 GB VRAM... aber dafür dann mittelfristig 450 bis 500 €? Ein toller Kompromiss. (da holt man sich doch lieber noch jetzt für rund 550 € eine 9070, nein?)
vom 01.06.2026, 15:06 Uhr
Andere Medien berichten beim 5800X3D einen Preis von 349€.
Wäre auch in Ordnung, da Gebrauchte bei so 400€ (aus China *hust*) losgehen.
Dazu noch ein Peerless Assassin 120 und Duronaut oder ein KryoSheet und man hat mit 400€ ein richtig fettes AM4 upgrade.
vom 01.06.2026, 15:21 Uhr
@Popsicle Ist halt die Frage inwiefern sich das Upgrade noch wirklich lohnt. Ja, die Plattformkosten für AM5 sind dank der absurden Speicherpreise sehr hoch, aber AMDs Ankündigung bezüglich des Supports der AM5-Plattform bis 2029 (konkret "through 2029" und "new products" sowie "new architectures" wurden genannt)bedeutet auch, dass wir vor 2030 ziemlich sicher kein AM6 sehen werden und man damit dann solange auf der AM4-Plattform sitzen bleiben müsste (sofern man nicht doch zwischenzeitlich auf AM5 oder Intel wechseln will). Dazu könnte diese Ankündigung auch bedeuten, dass wir noch Zen7 auf AMD bekommen könnten. Das würde die AM5-Plattform jetzt durchaus nochmal attraktiver machen, wenn man tatsächlich noch zwei neue Generation dort bekäme.
Es kommt wohl darauf an, ob einem die Performance, die so ein 5800X3D bietet perspektivisch auch wirklich so lange ausreichen wird. Derzeit reicht es ja durchaus noch für so ziemlich alles an aktuellen Spielen, aber es schheint mir nicht so abwegig, dass das in vielleicht 2 Jahren, wenn auch irgendwann die neue Konsolengeneration erscheint, dann nicht mehr so aussieht und ein 5800X3D womöglich in Verbindung mit einem eventuellen GPU-Upgrade zur Bremse werden könnte.
Ansonsten ist das Ganze natürlich auch eine Wette auf die Entwicklung der KI/Speicherkrise. Wenn es schlecht läuft steigen die Preise soagr noch weiter und bis 2030 gibt es auch keine Erholung, sodass dann die neue AM6-Plattform mit DDR6 entsprechend extrem teuer sein wird. Dann wäre eine Aufrüstung selbst jetzt mit den aktuellen hohen DDR5-Speicherpreisen letztlich durchaus sinnvoll, man bekäme jetzt schon mit etwa einem 7800X3D oder 9800X3D einen größeren Leistungsschub als mit dem 5800X3D und könnte dann in 3 oder 4 Jahren noch gemütlich auf Zen 6 oder gar Zen 7 aufrüsten. Wenn andererseits die Krise doch früher abklingt und es vielleicht ab Ende 2027 oder Anfang 2028 wieder spürbar abwärts geht mit den Preisen könnte man dann immer noch auf AM5 wechseln und hat dann bis dahin auch sehr wahrscheinlich ein klareres Bild bezüglich Zen 7 und AM6 was die Releaszeiträume angeht und ob Zen 7 eben noch für AM5 kommt oder nicht.
vom 01.06.2026, 15:37 Uhr
@Hellfire13
Das lohnt sich für 350 € gar nicht mehr. Dafür bekommt man schon die 32 GB DDR5 RAM. Noch 140 € für ein AM5 Mainboard und 210 € für einen 7500X3D (alternativ 9600X für 160 €) und man ist für 700 € auf der neuen Plattform.
Die 16 bis 32 GB DDR4 RAM, das AM4 Mainboard und den AM4 Prozessor verkaufen und man bekommt 250 bis 300 € wieder rein.
Macht 400 € Kosten gegenüber 250 € (350 € für einen 5800X3D - ca. 100 € für die alte AM4 CPU).
Wegen 150 € auf der alten Plattform bleiben?
Und ja, sind natürlich alles "nur" grobe Schätzungen... für 140 € bekommt man natürlich kein Premium AM5 Mainboard... natürlich sind 9600X und 7500X3D auch nicht die schnellsten CPUs (der 7500X3D sollte aber in jedem Spiel schneller sein als ein 5800X3D).
Ich hätte gerne einen 5700X3D als Ersatz für meinen 5700X genommen... wollte aber nur 100 bis 120 € ausgeben... habe dann die Preise in den Onlineauktionen gesehen... sorry... ohne mich.
PS:
Wenn die Stückzahl stimmt und mit dem 5800X3D der Markt geflutet wird, könnte es natürlich so enden wie bei "exklusiven" Lego Sammelfigürchen, wenn die vom 800 € Set in den Adventskalender wandern. :-D
40 € -> 5 €
Leistungsmäßig ist ein 5800X3D tatsächlich auch nur bei 150 bis 200 € einzuordnen.
vom 01.06.2026, 18:24 Uhr
@neuhierbeigs Naja, es kommt halt drauf an auf was man konkret noch sitzt bei AM4, wieviel Aufwand man sich machen möchte und wieviel Geld man ausgeben kann oder will. Wenn man jetzt zum Beispiel noch auf nem recht günstigen B450, X470 oder gar noch älter, Ryzen 3000 und vielleicht nur 16GB sitzt bekommt man für diese Teile schonmal nicht mehr so wahnsinnig viel, bekommt andererseits aber durch nen 5800X3D durchaus einen signifikanten Performancegewinn. Möchte man sich da möglichst wenig Aufwand machen und halbwegs günstig bei wegkommen nimt man halt den 5800X3D und hat erstmal wieder Ruhe.
Und wenn man andersherum auf nem ordentlichen B550/X570 Board mit vielleicht nem 5800x und 32GB 3200/3600er RAM oder so sitzt bekommt man tendenziell zwar durchaus noch ganz ordentlich was dafür, will sich dann aber vermutlich auch nicht unbedingt mit nem möglichst günstigen Einsteiger-AM5-Board und "nur" nem 7500X3D, 9600X oder gar nem 7500F oder so zufiredengeben. Also schaut man jetzt wenigstens in Richtung eines ordentlichen B850 oder X870-Boards der 200-250€-Klasse und bei der CPU eher in Richtung 7800X3D (den gibts ja derzeitab ca. 280-290€ als Tray, also macht der 7700X3D für 329€ nicht sonderlich viel Sinn) damit man da auch wenigstens ein ordentliches Upgrade bekommt (der 7800X3D ist halt schon nochmal 10-15% schneller als der 7500X3D, die 70-80€ Aufpreis machen da denke ich durchaus Sinn). Und da ist man dann auch wieder bei 850-900€ an Kosten und bekommt vielleicht 250-300€ für die bisherige AM4-Plattform wieder rein, landet also erstmal bei einem Preis von 550-600€, während das reine Upgrade auf den 5800X3D unterm Strch dann vielleicht nur 250€ kosten würde. Wobei da natürlich auch der Leistungszuwachs geringer ausfällt, gerade von etwa einem 5800X ausgehend muss man sich schon überlegen, wieviel Sinn dann der 5800X3D macht wenn man dann auch noch weiterhin auf AM4 "festsitzt" und keinerlei weitere Upgrademöglichkeiten mehr hat.
Grundsätzlich weiß AMD wohl schon ziemlich genau was sie da machen. Der Markt für so einen 5800X3D für 349€ ist ja ganz offensichtlich noch vorhanden wenn man sich die Genrauchtpreise und mehr oder weniger vertrauenswürdigen Restpostenangebote für das Teil so anschaut. Man wäre ja geradezu blöde wenn man das Teil jetzt für 250€ oder so raushauen würde.
vom 01.06.2026, 19:53 Uhr
@Hellfire13
Der Punkt ist ja eigentlich gar nicht, ob man 200 oder 300 € extra ausgeben kann/will, sondern dass ein 5800X3D für 350 € genauso um 150 bis 200 € überteuert ist wie es die 32 GB DDR5 RAM sind.
Ich habe für meinen 5700X damals aber auch 280 € bezahlt... war eben (zu) früh dran.
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