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Öffentlichkeitsfahndung

Anschlag beim CSD Berlin: Polizei fahndet nach 21-Jährigem

Nach dem tödlichen Anschlag beim CSD Berlin fahndet die Polizei öffentlich nach dem 21-jährigen Abdul B. Der mutmaßlich islamistische Verdächtige gilt als bewaffnet und gefährlich.


Der 21-jährige Abdul B. (r.) soll am Samstag gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens mehrere Personen mit einem fahrenden Fahrzeug verletzt haben. Der Wagen krachte gegen einen Baum (Bilder: IMAGO / dts Nachrichtenagentur, Polizei Berlin)

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Berliner CSD mit mindestens einem Todesopfer haben die Ermittler*innen einen 21-jährigen Tatverdächtigen öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben. Die Polizei Berlin warnte am Sonntag davor, den mutmaßlich islamistischen Verdächtigen Abdul B. anzusprechen. Er sei "möglicherweise bewaffnet und gefährlich". 16 weitere Menschen waren am Samstagabend im Tiergarten verletzt worden, drei von ihnen lebensgefährlich (queer.de berichtete1).

Die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft Berlin baten in einer im Onlinedienst X veröffentlichten Erklärung um Unterstützung bei der Suche nach dem flüchtigen Tatverdächtigen. Der Mann habe eine schlanke Statur, sei etwa 1,90 Meter groß und habe schwarze Haare, erklärte die Polizei. Sie veröffentlichte im Internet ein Foto des Verdächtigen.

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/ polizeiberlin4

Abdul B. sei verdächtig, am Samstagabend gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens mehrere Menschen mit einem fahrenden Fahrzeug verletzt zu haben, erklärte die Polizei. "Eine oder mehrere Personen" hätten sich anschließend aus dem Fahrzeug entfernt. Des Weiteren seien möglicherweise "mehrere Personen durch Stichwerkzeuge verletzt" worden.

Hinweise können über das Hinweisportal5 der Polizei Berlin, das Hinweistelefon 030 54024111 oder jede andere Polizeidienststelle gegeben werden.

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Merz nennt Attacke auf CSD "Angriff auf unsere Gesellschaft"

Nach dem Angriff hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) den Landesbehörden Unterstützung angeboten. Das teilte ein Sprecher der Bundesregierung in der Nacht zum Montag mit. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde demnach unmittelbar nach der Tat informiert.

"Was für eine abscheuliche Tat in Berlin", schrieb Merz auf X. "Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft."

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/ bundeskanzler7
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Nach Angaben des Regierungssprechers steht Merz mit Dobrindt in engstem Kontakt und wird von den Sicherheitsbehörden fortlaufend unterrichtet. Der Bundesinnenminister sei im ständigen Austausch mit den Behörden des Landes Berlin.

"Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst", erklärte Dobrindt. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese Tat miterleben mussten." Der CSU-Politiker dankte den Einsatzkräften. "Wir werden alles daransetzen, diese schreckliche Tat und ihre Hintergründe schnell aufzuklären und zu ahnden."

Bundesanwaltschaft in Kontakt mit Berliner Behörde

Nach dem Angriff auf den Berliner CSD steht die Bundesanwaltschaft mit den Ermittlungsbehörden vor Ort in Kontakt. Das sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in diesem Fall aber bislang nicht übernommen.

Die Bundesanwaltschaft ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Sie kann unter anderem Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus übernehmen. Zudem kann sie solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen. (cw/dpa/AFP)

Wöchentliche Umfrage
  • Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD: Gehst du noch zum Pride?
  • Na klar, jetzt erst recht!
    Ja, aber mit einem mulmigen Gefühl
    Ich bin noch unentschlossen
    Nein, ich bleibe zu Hause
  •  |  » Ergebnis8
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