Toniebox 2: Tonie oder nicht Tonie – das ist hier die Frage
Mit der Toniebox 2 können Kinder Hörspiele hören und jetzt sogar auch spielen. Lohnt sich das? Ein Tonie-Skeptiker und seine Kinder (4 und 8) machen den Langzeittest.
Die Toniebox 2 will das Kinderzimmer als screenfreie Audio-Oase bespielen. Im Langzeittest mit zwei Kindern punktet der knautschige Würfel zunächst mit robuster Hardware, kinderleichter Bedienung und ein paar Updates wie USB-C, Sleep-Timer und Bluetooth-Kopfhörern, patzt aber ausgerechnet mit dem gestrichenen Klinkenanschluss – ein kleiner Design-Fail mit Beigeschmack. Spannender ist der neue Games-Spin-off namens Tonieplay: Zwischen Hörspiel, Quiz und Choose-your-own-Adventure blitzt hier echtes Innovationspotenzial auf, doch außer einem zuverlässig albernen Vierjährigen-Hit zünden die interaktiven Formate im Familienalltag eher als nettes Gimmick denn als Gamechanger. Je länger der Test läuft, desto deutlicher wird das Grundproblem des Systems: Die charmanten Figuren haben enormen Aufforderungscharakter, sind aber teuer, logistisch umständlich und im Vergleich zum Streaming-Angebot oft so begrenzt wie ein Kinderzimmerregal auf Koffein. Am Ende bleibt deshalb ein durchaus sympathisches, kommerziell brillant verpacktes Produkt, das Selbstständigkeit fördert und gelegentlich für schöne Szenen sorgt, beim Autor aber vor allem ein gepflegtes Schulterzucken auslöst.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Wer Kinder hat, hat Ohrwürmer. Schreckliche Ohrwürmer. In meinem Fall sind es oft Titelmelodien von Hörspielserien, aktuell lebt mietfrei in meinem Kopf der Song zu Spidey und seine Super-Freunde, einer Kinderversion von Spiderman. Auf den Namen der Figur Ghost-Spider reimt das Lied »nur mit Teamwork kommt man weiter«, und aus irgendeinem Grund dockt das an meine Synapsen derart hartnäckig an, dass es nur einmal durch die Wohnung schalmeien muss, um mich tagelang zu verfolgen.
Meistens kommen diese Hörspiele bei uns vom Streamingdienst, entweder aus einem mit dem Smartphone verbundenen Bluetooth-Lautsprecher oder direkt aus einem Tablet. Eltern wie wir müssen also zumindest gelegentlich eine neue Folge anmachen, können unter Umständen nicht komplett frei über ihr geliebtes Device verfügen – und hören zumindest die Titelmelodie häufig mit.