Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zum Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) übernommen. Das sagte eine Sprecherin der Behörde. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte bereits angekündigt, dass der Generalbundesanwalt den Fall, der als islamistischer Anschlag gehandelt wird, übernehmen soll. »Natürlich werden wir die Verantwortlichen mit aller Härte verfolgen und dann auch vor ein Gericht stellen«, sagte Hubig. Bisher war die Berliner Generalstaatsanwaltschaft für den Fall zuständig.

Der Generalbundesanwalt ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Er ist unter anderem zuständig für Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus. Zudem kann er solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen.

Der mutmaßliche Attentäter Abdul B. wurde inzwischen bei einem Großeinsatz in einer Kleingartenkolonie in Berlin-Spandau erschossen. Der Verdächtigte sei mit einer Stichwaffe auf Einsatzkräfte zugelaufen und vom SEK angeschossen worden, teilte die Polizei auf X mit. Trotz Reanimationsmaßnahmen ist er demnach verstorben.

Angreifer ging laut Dobrindt auch mit Stichwaffe auf Menschen los

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Der Zustand der Verletzten ist nach Angaben der Polizei vom Nachmittag nicht mehr lebensbedrohlich. Der Tatverdächtige war nach der Tat flüchtig.

Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gab es nach dem Angriff mit dem Fahrzeug eine zweite Tatphase. »Anschließend ist er mit einer Stichwaffe, mit einer Hiebwaffe, mutmaßlich einer Machete, auf weitere Passanten losgegangen und hat diese ebenfalls schwer verletzt«, sagte Dobrindt über den mutmaßlichen Täter.

Verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Anschlag auf den Berliner CSD in unserem Liveblog.