Der flüchtige Attentäter Abdul B. ist in einer Kleingartenkolonie in Berlin-Spandau von Einsatzkräften der Polizei erschossen worden. Das bestätigte die Berliner Senatsinnenverwaltung. Wie ein Polizeisprecher der ZEIT mitteilte, hatten die Ermittlungsbehörden B. in der Anlage aufgespürt, wo daraufhin ein Spezialeinsatzkommando zum Einsatz kam. Die Polizeiaktion laufe aktuell weiter, es seien mehrere hundert Beamte im Einsatz, sagte der Sprecher.
Am Samstagabend soll der Getötete bei einem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin eine Frau getötet und 29 Menschen teils schwer verletzt haben. Der mutmaßliche Täter fuhr am Rande der Großveranstaltung mit einem Transporter in eine Menschenmenge. Nach dem Angriff griff er mit einer Stichwaffe, mutmaßlich einer Machete, mehrere Passanten an und verletzte diese ebenfalls schwer.
Abdul B. wurde bereits mehrfach verurteilt
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem islamistischen Terroranschlag. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft soll der 21-Jährige Abdul B. zweimal versucht haben, sich der Terrororganisation »Islamischer Staat« anzuschließen. Die Ermittlungen zum Attentat auf den Berliner CSD hat inzwischen die Bundesanwaltschaft übernommen.
Der mutmaßliche Täter stand bereits mehrfach wegen verschiedener Delikte vor Gericht. Im Februar 2022 wurde Abdul B. wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung verurteilt. Erneut vor Gericht kam B. im vergangenen Mai, wo er unter anderem wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt wurde. Ob diese Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, sollte ein halbes Jahr nach dem Urteil entschieden werden.
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80 Kommentare
Smilee
Vielleicht kommen über diesen Mittäter noch Hintergrundinformationen zum Anschlag heraus.
Insinuant
Es wurde doch von einem 2. Terroristen gesprochen. Was ist mit dem?
Transatlantische Eisenbahn
Vielen Dank an die Polizei.
Und nun Politik handelt endlich!!
Insinuant
Wenn ein solcher Täter im Prinzip schon überwacht und sogar sein Handy kontrolliert wird, muss man sich fragen, warum er überhaupt noch die Gelegenheit bekommt, einen solchen Terroranschlag zu begehen?
Und dann kommt der Verdacht auf, dass rechte Subjekte innerhalb der zuständigen Polizeibehörden ein Interesse daran haben könnten, weil sie vermuten, dass das der AfD Stimmen einbringt bei der nächsten Wahl.
Dan trifft es sich auch gut, wenn der Attentäter nicht überlebt.
Zeitler 2000
Soll das bedeuten er verpasst seinen morgigen Termin zum Deradikalisierungs - Workshop?
Snaut
Paradies, Ziel erreicht. Und kostet die Gesellschaft kein Geld mehr. Win-win.
Ganym
Mitleid habe ich mit seinem Opfern. Ich hoffe auf eine Untersuchung, warum er trotz nachgewiesenen und konkreten Anschlagsplänen, für die er bereits verurteilt wurde, noch frei herumlief. Angeblich wollte die Staatsanwwltschaft eine härtere Strafe und hat Revision eingelegt. Nur: war die Allgemeingefährlichkeit des Täters nicht schon erwiesen ?
RudelRolf
Ein Attentat, vollzogen von einem mehrfach durch Straftaten bekannten Täter.
Zurück bleiben Trauer, Schmerz, Fassungslosigkeit,23 Verletze,1 Person getötet und ein Attentäter,noch nicht verifiziert,aber mit hoher Wahrscheinlichkeit, ebenso tot.
Es fehlen die Worte.