Florian aus dem Dokumentarfilm „Jungenbeschneidung - Mehr als nur ein kleiner Schnitt“ versuchte das tatsächlich, doch die Klage flog kurzerhand aus dem Fenster.
Im aktuellen Zeitalter wird, wie bekannt sein müsste, Vorhautbeschneidung vom „Rechtssystem“ leider nicht ernstgenommen.
Ja, die Katze ist jetzt aus dem Sack:
Alle Akten wurden bereits vernichtet. Sowohl beim Urologen als auch beim Krankenhaus.
Eine Klage ist wahrscheinlich unmöglich.
Und ich habe mit meiner Mutter gesprochen.
Meine Mutter war natürlich trotz normaler Fragen direkt beleidigt und hat sich angegriffen gefühlt.
Folgendes:
der Urologe soll damals als Grund paraphimose genannt haben, was ich allerdings aus der Beschreibung meiner Mutter hörte war lediglich eine ballonierung.
Der Kinderarzt soll die Beschneidung auch dringend empfohlen haben.
Der Urologe hat meinen Eltern gesagt, ich solle mich melden, sofern ich jemals Beschwerden hätte oder sowas in der Zukunft.
Na dann! Gleich mal einen Termin ausgemacht. Ich kann ja nichts mehr verlieren.
Meine Mutter hat natürlich den Arzt vertraut. Es wurde keine konservative Methode erwogen.
Mein Vater soll außerdem erst mit 22 beschnitten worden sein nachdem er eine echte paraphimose hatte die aber auch nicht konservativ behandelt werden sollte vom Urologen, obwohl er die Vorhaut behalten wollte.
Mein Vater wurde auch nur nicht früher beschnitten weil meine Oma den Ärzten nicht geglaubt hatte. Sie war vehement dagegen.
Ja, jetzt hat er (Achtung, Verharmlosung!) „Probleme“ weil seine Beschneidung verpfuscht war. Außerdem hat ein Urologe bei einem anderen Eingriff seine Arterie an der Leiste verletzt und er wäre fast verblutet. Deswegen hat er zusätzlich wahrscheinlich noch mehr Probleme als sowieso schon.
Also, das ich meine Oma nochmal zu sowas fragen muss hätte ich auch nicht gedacht, aber vielleicht ist sie neutraler.