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Nordrhein-Westfalen unterstützt künftig eine landesweite Anlaufstelle für Regenbogen­familien. Die Landesregierung fördert die neue Landesfachstelle Regenbogen­familien in Trägerschaft des Queeren Netzwerks NRW in diesem Jahr erstmals mit 160.000 Euro, wie das Familienministerium am Montag mitteilte. Familienministerin Verena Schäffer (Grüne) hatte sich am 17. Juli vor Ort über die Arbeit der Fachstelle informiert.

Die Fachstelle soll queere Familien beraten und begleiten sowie Fachkräfte qualifizieren, die mit Familien arbeiten. Geplant sind unter anderem der Ausbau von Angeboten im ländlichen Raum, die Förderung neuer regionaler Netzwerke sowie Informationskampagnen und digitale Angebote.

"Mit der neuen Landesfachstelle schaffen wir eine starke Anlaufstelle, die Regenbogen­familien unterstützt, Fachkräfte vernetzt und dazu beiträgt, dass alle Familien mit Respekt und Wertschätzung behandelt werden", sagte Schäffer.

Elena Zondler, Referentin der Fachstelle, erklärte: "Wir freuen uns, dass wir uns als Landesfachstelle mit zusätzlichen Mitteln und mehr personellen Kapazitäten noch kraftvoller für Sichtbarkeit und gleiche Rechte für queere Eltern einsetzen können."

Nach Angaben des Ministeriums zeigt der aktuelle Familienbericht Nordrhein-Westfalen1, dass Regenbogen­familien weiterhin mit Diskriminierung und mangelnder Sensibilität in Behörden, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen konfrontiert sind. Der Studie "Queer durch NRW" zufolge gaben zudem fast 50 Prozent der befragten LSBTIQ*-Eltern an, bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches auf Hürden gestoßen zu sein (queer.de berichtete2). (cw)

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