Einnahmen von 650 Millionen Euro winkenGesundheitsministerin will Zuckersteuer bereits 2027

Früher als geplant und mit deutlich höheren Einkünften: Die Zuckersteuer soll schon im nächsten Jahr mit rund 650 Millionen Euro zur Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen beitragen.

kna | Die geplante Zuckersteuer soll nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) schon im kommenden Jahr rund 650 Millionen Euro einbringen. Damit sollen die gesetzlichen Krankenkassen gestärkt werden, um Versicherte zu entlasten, sagte Warken dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Die Details werden wir zusammen mit dem Finanzministerium vereinbaren und uns dabei nach den Expertenvorschlägen der von mir eingesetzten Finanzkommission Gesundheit richten.“

Demnach soll bei Getränken mit einem Zuckergehalt zwischen 5 und 8 Gramm je 100 Milliliter ab 2027 ein Satz von 26 Cent je Liter fällig werden. Über 8 Gramm je Milliliter sollen 32 Cent gelten.

Ursprünglich war eine Einführung der Zuckersteuer für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Bundesregierung bezifferte die erwarteten Mehreinnahmen für das Jahr auf rund 450 Millionen Euro. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Deutsche Ärzteblatt unter Bezug auf Unterlagen aus dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz der gesetzlichen Krankenkassen von einer vorgezogenen Einführung im Jahr 2027 berichtet. Der Rückgang von 200 Millionen Euro ist demnach darauf zurückzuführen, dass die Hersteller bis dahin den Zuckergehalt der Getränke anpassen.

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