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- Heute, 05:52h 2 Min.
Die Regenbogenfahne wurde zum Monnem Pride vor der Kirche gehisst, der abgesägte Mast wurde gesichert (Bilder: kathma.de)
Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat einen 58-Jährigen identifiziert, der vor einer katholischen Kirche in Mannheim den Fahnenmast einer Regenbogenflagge abgesägt haben soll. "Dieser hat nun nicht nur den entstandenen Schaden an dem Fahnenmast zu ersetzen, sondern gelangt zudem wegen Sachbeschädigung zur Anzeige", teilte die Behörde am Donnerstag mit.
Die Tat ereignete sich am Montagabend vor der katholischen Kirche St. Sebastian am Mannheimer Marktplatz (queer.de berichtete1). Der rund neun Meter hohe Mast stürzte gegen 18.45 Uhr auf das Pflaster, verletzt wurde niemand. Ein Mitarbeiter der Kirchengemeinde sprach den Täter an, woraufhin dieser zu Fuß in Richtung Parkring flüchtete. Mast und Flagge ließ er zurück. Mehrere Zeug*innen beobachteten den Vorfall, einer alarmierte die Polizei. Pfarrer Lukas Glocker erstattete Strafanzeige.
Die Regenbogenfahne war anlässlich des Monnem Pride gehisst worden. Die Katholische Kirchengemeinde Mannheim hatte sich in diesem Jahr bereits zum dritten Mal gemeinsam mit der Evangelischen Kirche und weiteren christlichen Initiativen im Rahmen eines ökumenischen Netzwerks an der Veranstaltung beteiligt. Pfarrer Glocker hatte das Hissen der Fahne bewusst initiiert: "Die Fahne macht sichtbar, dass jedem Menschen, unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Herkunft, Religion, Aussehen oder Hautfarbe mit Respekt und Achtung begegnet werden soll."
Das Leitungsteam der Kirchengemeinde erklärte, Regenbogenfahnen vor Kirchen seien ein sichtbares Zeichen dafür, dass allen Menschen mit Respekt begegnet werden solle. Man sei überzeugt, "dass Hass, Ausgrenzung und Abwertung der Seele schaden und auch das Miteinander verletzen". (cw)
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