Wegen massiver Fahrbahnschäden ist die Autobahn A2 in Brandenburg gesperrt. Wie die Polizei Brandenburg am Donnerstagabend mitteilte, ist der Abschnitt zwischen Ziesar und Wollin (Potsdam-Mittelmark) in Fahrtrichtung Potsdam betroffen.
Verursacht wurden die Schäden demnach durch die aktuelle Hitzewelle. Durch die hohen Temperaturen ist die Betondecke der Fahrbahn aufgeplatzt. Etwa 20 bis 30 Fahrzeuge wurden dadurch beschädigt.
Reparatur dauert ganzes Wochenende
Nach Angaben der Autobahn GmbH dauert die Reparatur voraussichtlich das ganze Wochenende. Mittlerweile ist der Beton so weit abgetragen, dass mehrere Asphaltschichten aufgetragen werden können, wie der Sprecher der Autobahn GmbH, Tino Möring, dem rbb sagte. Problematisch ist demnach, dass der Asphalt bei den heißen Temperaturen nicht abkühlen kann.
Diese Aufplatzungen, sogenannte Blow-ups, würden nur auf älteren Bauabschnitten vorkommen und dort, wo Beton verbaut wurde, wie die Sprecherin den ADAC Berlin-Brandenburg, Claudia Löffler, dem rbb erklärte. Alter Beton dehne sich aus und wölbe sich nach oben. "Und wenn dann viel Verkehr drüberfließt, dann hat man entsprechend diese Aufplatzungen auf der Straße und das nennt man dann Blow-ups."
Auch auf der A10, dem östlichen Berliner Ring, in Richtung Dreieck Spreeau ist durch die hohen Temperaturen die Beton-Fahrbahn aufgerissen und muss repariert werden.
Straßenmeistereien erhöhen Bereitschaft
Der Landesbetrieb Straßenwesen rechnet damit, dass es immer wieder zu Schäden durch die anhaltende Hitze kommt. Typische Schadensbilder seien etwa Spurrillen oder Aufwölbung, sagte Sprecherin Dorothee Lorenz im rbb. Es können sich aber auch Asphaltstücke losreißen.
Wie der Landesbetrieb am Donnerstag mitteilte, erhöhen die Straßenmeistereien vorsorglich ihre Streckenkontrollen und erhöhen am Wochenende ihre Rufbereitschaft. So könnten mögliche Schäden frühzeitig erkannt und Maßnahmen dagegen eingeleitet werden.
Sendung: rbb|24 Brandenburg aktuell, 26.06.2026, 19:30 Uhr
Video: rbb|24 Brandenburg aktuell, 26.06.2026, Theresa Majerowitsch
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26 Kommentare
Tja, aber wer der alten DDR-Autobahnen – also die in der DDR gebauten – noch kennt, wird sich auch daran erinnern, dass die wesentlich breitere Dehnungsfugen hatten. Das fühlte sich zwar immer an wie das Fahren auf Gleisen mit Schienenstößen, und klang auch so, die Hitze hätte diesen Pisten aber wahrscheinlich nichts anhaben können. Vielleicht haben wir die ja bald wieder. :-)
Das mit Ziesar-Wollin kam gerade auch in MDR Sachsen-Anhalt heute.
Durch die Erderhitzung werden Extremwetter-Ereignisse wahrscheinlicher. Schäden an der Infrastruktur werden weiter zunehmen.
Sorry liebe Leute, aber das waren keine DDR Autobahnen, sondern die aus dem dritte Reich.