ZEIT: Kanada ist der Gastgeber des nächsten Gipfels der G-8. Auf Grund der Erfahrungen von Genua will man sich nun in unwegsames Gelände in den Bergen zurück ziehen. Was bedeutet das für die Kritiker der Globalisierung, die seit Seattle jede große internationale Konferenz mit Protestaktionen begleiten?
Klein: Eins ist wichtig zu verstehen: In diesen vielen vernetzten Bewegungen gibt es eine Tendenz, die Entwicklung des Protests in einzelnen Anschnitten zu sehen. Diese Kapitel - Entwicklungsstufen könnte man auch sagen - werden festgemacht an diesen Großereignissen, wie es diese Weltkonferenzen und Gipfeltreffen nun mal sind, von Seattle über Prag bis Genua. Das führt zu einem Springen von Gipfel zu Gipfel. Doch über dieses summit-hopping, wie das in den strategischen Debatten innerhalb der Bewegung genannt wird, müssen wir hinaus wachsen.