Grenzen respektieren, Psychiatrisierung beenden: Ein Appell zur Deeskalation in alternativen Medienprojekten
In linken und alternativen Räumen wird oft und gerne über Solidarität, Definitionsmacht und Awareness gesprochen. Doch die Realität hinter den Kulissen sieht leider häufig anders aus. Wenn Konflikte nicht mehr solidarisch gelöst, sondern als Plattform für soziale Isolierung, digitales Nachtreten und persönliche Zerstörung genutzt werden, verfehlen wir unsere eigenen Werte.
Mit diesem Beitrag soll ein langjähriger, schmerzhafter Konflikt sachlich eingeordnet und ein für alle Mal ein Schlussstrich gezogen werden.
1. Strukturelles Versagen: Wenn Kommunikation zur Waffe wird
Die betroffene Person war über mehrere Jahre (bis Anfang 2024) in einem nicht-kommerziellen Radioprojekt aktiv. Was als engagierte, ehrenamtliche Arbeit begann, entwickelte sich zunehmend zu einem Raum psychischer Belastung.
Bereits geringfügige, rein organisatorische Missverständnisse in vereinsinternen Text-Chats wurden nicht sachlich geklärt, sondern führten zu massiven, als übergriffig empfundenen Eskalationen und öffentlicher Bloßstellung. Anstatt deeskalierende Strukturen oder unparteiische Schlichtungsstellen (Awareness-Teams) einzubinden – die in diesem Projekt schlichtweg fehlten –, kam es zu einer fortschreitenden Isolation der betroffenen Person.
Besonders fatal: Das bewusste Setzen von persönlichen Grenzen – wie das Nicht-Übernehmen von kurzfristigen Remote-Bereitschaften in Phasen extremer persönlicher Belastung (schulische Prüfungen, depressive Symptome) – wurde von der Gegenseite als „Feindseligkeit“ oder bewusster „Angriff auf die gemeinsame Arbeit“ umgedeutet. Ein gesunder Selbstschutz und die notwendige Erholung wurden so als mangelnde Solidarität ausgelegt.
2. Die gesundheitlichen Folgen und das digitale Nachtreten
Der chronische Stress, der durch diese anhaltende Dynamik im Vereinsumfeld entstand, blieb nicht ohne physische Folgen: Ende Januar 2024 erlitt die betroffene Person eine nachweislich stressinduzierte Gesichtsnervenlähmung (Fazialisparese). Kurz davor erfolgte der formale Austritt aus dem Projekt.
Doch auch nach dem vollständigen Rückzug endete die Konfrontation nicht. Es folgten verdeckte, aber für einen eingeweihten Personenkreis klar erkennbare digitale Nachstellungen:
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Dogpilling und Non-Mentions: Auf verschiedenen Plattformen (u. a. Mastodon, Bluesky, X/Twitter) wurden alte, bewusst allgemein gehaltene Äußerungen der betroffenen Person gezielt gesucht, archiviert und in Form von passiv-aggressiven Andeutungen thematisiert.
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Datenschutzverstöße: Die private Anschrift sowie eine für die anwaltliche Kommunikation genutzte, nicht mit dem Verein verknüpfte Zweit-E-Mail-Adresse wurden nachweislich an unbefugte Dritte weitergegeben – ein schwerer Verstoß gegen die DSGVO und ein massiver Übergriff in die Privatsphäre.
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Gefährliche Eskalation im realen Raum: Der traurige Höhepunkt war ein unbegründeter Polizeieinsatz an der Wohnanschrift der betroffenen Person, ausgelöst durch einen mutmaßlich koordinierten, böswilligen Anruf aus einer knapp 200 Kilometer entfernten Stadt. Die betroffene Person hatte zu keinem Zeitpunkt suizidale Absichten geäußert oder gezeigt und war von diesem lebensbedrohlichen Eingriff völlig überrascht.
3. Verantwortung, Richtigstellung und medizinische Fakten
Um eine sachliche und juristisch saubere Ebene zu wahren, müssen folgende Punkte unmissverständlich klargestellt werden:
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Zivilrechtliche Verantwortung: Für eine verbale Entgleisung, die in einer Situation monatelanger, extremer Provokation stattfand, hat die betroffene Person die volle rechtliche Verantwortung übernommen. Es wurde eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, die mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden war. Seit diesem Zeitpunkt gab es keinerlei aktive Handlungen, Kontaktaufnahmen oder Angriffe gegen den Verein oder die beteiligten Personen. Um diesen Abstand auch physisch zu untermauern, wurde der stationäre Internetanschluss gekündigt; über fast zwei Jahre hinweg existierte nachweislich kein eigener Computer.
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Kein technischer Zugriff: Zu keinem Zeitpunkt nach dem Austritt im Januar 2024 bestand Zugriff auf die technische Infrastruktur des Vereins. Sämtliche alten Accounts unter früheren Pseudonymen wurden dauerhaft gelöscht.
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Zurückweisung von Laien-Diagnosen (Psychiatrisierung): Im Zuge des Konflikts wurden von medizinischen Laien aus dem Vereinsumfeld in Foren und Chats wiederholt abwertende psychiatrische Begriffe und pathologisierende Zuschreibungen verwendet. Um diesen haltlosen Behauptungen die Grundlage zu entziehen, unterzog sich die betroffene Person freiwillig umfassenden, standardisierten klinischen Diagnostiken (sowohl stationär als auch ambulant in einem medizinischen Versorgungszentrum).
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Ausschluss: Die Verdachtsdiagnosen einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) sowie einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung wurden fachmedizinisch eindeutig ausgeschlossen.
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Gesicherte Befunde: Diagnostiziert wurden eine rezidivierende depressive Störung sowie eine ängstlich-vermeidende und emotional-instabile Persönlichkeitsstruktur. Die betroffene Person befindet sich seit Mai 2024 durchgehend in qualifizierter, ambulanter psychotherapeutischer und medizinischer Behandlung (Klinikanbindung, DBT-Programm), um diese Belastungen konstruktiv zu verarbeiten.
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Diskrepanz: Während professionelle Fachkräfte der betroffenen Person wiederholt ein hohes Reflexionsvermögen attestieren, zeichnen anonyme Kampagnen im Netz ein vollkommen verzerrtes Bild. Die Instrumentalisierung eines transparenten Genesungsweges zur Diskreditierung ist ethisch und politisch untragbar.
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4. Der Appell: Grenzen akzeptieren und Deeskalation zulassen
Die betroffene Person hat sich seit Januar 2026 vollständig aus sämtlichen sozialen Medien zurückgezogen und alle Kanäle des ehemaligen Umfelds präventiv blockiert. Es besteht keinerlei Interesse an einer Fortführung oder Neuauflage dieses Konflikts.
Wir fordern die Beteiligten sowie alle damit in Verbindung stehenden Akteur*innen nachdrücklich und letztmalig auf, folgende Handlungen dauerhaft zu unterlassen:
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Keine öffentlichen Bezugnahmen mehr: Jegliche namentliche oder nicht-namentliche Nennung, verdeckte Anspielungen (auch im Quellcode) oder Diffamierungen, die darauf abzielen, die Person identifizierbar zu machen oder zu triggern, sind zu unterlassen.
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Keine digitale Nachstellung: Das systematische Suchen, Archivieren oder Ausspähen von aktuellen oder zukünftigen Lebensbereichen oder Online-Aktivitäten muss aufhören.
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Keine Datenweitergabe: Die unbefugte Weitergabe von Kontaktdaten, Adressen oder E-Mail-Adressen an Dritte ist sofort einzustellen.
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Keine Instrumentalisierung Dritter: Das gezielte Herantragen von alten Konflikten an Dritte mit dem Ziel des sozialen Ausschlusses oder der Rufschädigung muss enden.
Emanzipatorische Politik bedeutet auch, zu akzeptieren, wenn ein Konflikt rechtlich und persönlich beigelegt ist. Es ist Zeit, diesen destruktiven Kreis zu durchbrechen. Lasst die betroffene Person in Ruhe ihren Weg der Genesung und der Zukunft gehen.