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Hitzewelle 41,7 Grad: Deutscher Temperaturhöchstwert am Sonntag in Brandenburg erreicht
Ortschild Coschen - Der Ort war am Sonntag der heißteste in Deutschland.
00:27 Min
Ortschild Coschen - Der Ort war am Sonntag der heißteste in Deutschland.

In Deutschland ist den dritten Tag in Folge ein neuer Temperaturhöchstwert gemessen worden. Gegen 16.00 Uhr am Sonntag meldete die Station des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im brandenburgischen Coschen (Oder-Spree) an der polnischen Grenze einen Wert von 41,7 Grad. Am Freitag war ein erster Höchstwert mit 41,3 Grad in Saarbrücken gemessen worden, am Samstag dann mit 41,5 Grad in Drewitz (Sachsen-Anhalt).

In der Nacht zu Sonntag war zudem im sächsischen Kubschütz mit 29,4 Grad die höchste nächtliche Tiefsttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet worden. Ab Sonntagabend sollten verbunden mit Gewittern die Temperaturen in Berlin und Brandenburg allmählich abkühlen.

Offizieller Rekord muss noch bestätigt werden

Selbst im Death Valley, dem "heißen Tal der Erde" im US-Bundesstaat Kalifornien ist es laut Vorhersage für Sonntag (Ortszeit) nicht so warm wie in Ost-Brandenburg. Den Weltrekord hält das sogenannte Tal des Todes trotzdem: Im Juli 1913 wurde im Furnace Creek eine Lufttemperatur von 56,7 Grad gemessen.

Der DWD spricht bei den aktuell gemeldeten Zahlen nicht von "Rekorden", da die Werte noch vorläufig sind. "Eine Qualitätskontrolle dieser Messwerte ist noch nicht erfolgt und wird noch vorgenommen", erklärte der Dienst. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein neuer Temperaturrekord vorliegt, dürfte erst nach dem Wochenende vorliegen.

Wissenschaftler: Klimawandel macht Hitzewellen wahrscheinlicher

Die Intensität der derzeitigen Hitzewelle in Europa hängt nach Einschätzung einer Wissenschaftlergruppe mit dem Klimakrise zusammen. "Der Klimawandel ist eindeutig dafür verantwortlich", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die derzeitigen extrem hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht wären den Forschern zufolge zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren "praktisch unmöglich" gewesen.

Auch die Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die den gesamten Forschungsstand zum Thema bewertet, kommt zu dem Ergebnis, dass Hitzewellen seit den 1950er-Jahren häufiger geworden sind – und dass mit hoher Sicherheit der menschengemachte Klimawandel die Hauptsache dafür ist [ipcc.ch].

Sendung: rbb|24, 28.96.2026, 17:55 Uhr

Sendung: rbb|24, 28.96.2026, Giuliana Koch

Brandenburg

19 Kommentare

  • Doreen

    Wie dort von einem Experten (leider viel zu kurz) angedeutet, funktionieren Klimaanlagen als Luft-Luft-Wärmepumpen und können gleich noch im Winter zum Wärmen benutzt werden, anstatt zwei Systeme zu haben. In Kombination mit Solarenergie werden die Stromkosten massiv gesenkt und die Anlage kühlt gerade dann am stärksten, wenn man sie durch massive Sonneneinstrahlung am meisten braucht. Für Seniorenheime, Krankenhäuser, Schulen und andere Institutionen sollten das längst Pflicht sein, zumal diese Hitzeperiode immer häufiger, stärker und länger werden. Da kann man nicht den Sand in den Kopf stecken und sich als Totalverweigerer gegen Klimaschutz und Resilienz gleichermaßen geben. In Seniorenheimen, Krankenhäusern und Schulen sollte man das gleich mit Lüftungsanlagen kombinieren, um die Infektionsgefahr zu verringern und unabhängig vom Lüften erträgliche Luftqualität zu schaffen.

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  • Frage

    Was sagen Sie zu den Ursachen des Klimawandels?

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  • ÖPNV-Nutzer

    Jeder Hitzetag in Deutschland, kostet unsere Wirtschaft 460 Millionen Euro! Muß man sich mal reinziehen, durch Krankschreibungen, Unfällen usw. Klimawandel und Erderhitzung haben ebend ihren Preis!

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