1926 erschien im Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes der Text "Sogar Vegetarier?`" von Willi Eichler.
Schon vor über 100 Jahren wurde im sozialistischen Denken ein Zusammenhang gezogen, der heute in der Wahrnehmung oft als neu gilt: Ausbeutungskritik darf nicht beim Menschen enden.
Ernährung wurde schon früh als politische Frage verstanden – und als Teil einer umfassenden Gesellschaftskritik.
Debatten über Sozialismus und die Rolle der Tiere sind daher kein Produkt der Gegenwart. Sie gehören zur Geschichte linker Positionen.
Quellen:
Willi Eichler (1926): „Sogar Vegetarier?“ In: Das Schlachten beenden! zur Kritik der Gewalt an Tieren ; anarchistische, feministische, pazifistische und linkssozialistische Traditionen. Verl. Graswurzelrevolution, 2010.
https://www.currentaffairs.org/news/2020/12/a-polite-argument-that-socialists-should-go-vegan
https://monthlyreview.org/articles/the-case-for-socialist-veganism/
#Sozialismus #Tierrechte #Antispeziesismus #Vegan #DieLinke
Am 20. März ist Welt-Spatzen-Tag. 🐦
Der Haussperling war lange selbstverständlich Teil unseres Alltags. Doch auch in Hessen gehen die Bestände zurück. Versiegelte Flächen, fehlende Nistmöglichkeiten, Pestizide und der Rückgang von Insekten setzen Stadtvögeln massiv zu.
Artenschutz ist keine Nebensache – er ist eine Frage von Stadtplanung, Landwirtschaft und politischer Prioritätensetzung.
Lebendige Städte brauchen Biodiversität.
Schaffen wir Lebensräume statt Betonwüsten. 🌳
#WeltSpatzenTag #Tierrechte #Biodiversität #Hessen #DieLinke
Patriarchale und kapitalistische Herrschaft funktionieren nach derselben Logik:
Körper werden zu Objekten erklärt, zerlegt, bewertet und schließlich konsumiert. Beim Tier verschwindet das Leben hinter dem „Produkt“, bei FLINTA* verschwinden Menschen hinter Sexualisierung, Kontrolle und struktureller Marginalisierung.
Was bleibt, ist eine Ordnung, die uns beibringt, dass manche Körper verfügbar sind, dass über manche Körper verfügt werden darf und dass Leben zur Ware gemacht werden kann.
Wenn Feminismus die Herrschaft über Körper ablehnt, sollte er diese Logik nicht dort stehen lassen, wo sie am brutalsten institutionalisiert ist: in der systematischen Züchtung, Ausbeutung und Tötung von Milliarden Tieren.
Veganismus ist eine Absage an die Idee, dass Körper Eigentum sein können.
Es gibt keine Befreiung in einem System, das auf Ausbeutung basiert. Eine wirklich emanzipatorische Politik muss jede Form von Herrschaft angreifen – auch die über Tiere.
Zitat im Original: „To talk about veganism is to threaten the pillars of patriarchy“ – Carol J. Adams
Quelle: Carol J. Adams. The Sexual Politics of Meat - 35th Anniversary Edition: A Feminist-Vegan Critical Theory. 1st ed. Bloomsbury Revelations. Bloomsbury Academic, 2024.
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