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Regenbogen­fahne in der Neonazi-Kneipe

Demnächst im Kino: Im Spielfilm "Flieg steil" wird Konnie, einst respektierte Größe in der Berliner Neonazi-Szene, von ihren Kameraden verstoßen, weil sie radikalen Feminismus und queere Identitäten in ihre Musik einfließen lässt.

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  • 11. Juni 2026

Zwei Outcasts, gefangen zwischen Ideologien, Sehnsucht und Selbstsabotage: Konnie, einst respektierte Größe in der Berliner Neonazi-Szene, wird von ihren Kameraden verstoßen, weil sie radikalen Feminismus, Körperpositivität und queere Identitäten in ihre Musik einfließen lässt. Rudi, ein heimatloser Punk, will mit einem Anschlag auf eine Nazikneipe seine Relevanz in der Szene zurückgewinnen – und gefährdet damit die letzte Freundschaft, die ihm geblieben ist.

Als ihre Wege sich kreuzen, wird aus einem ideologischen Kampf ein Spiel mit dem Feuer: Ist Konnies Versuch, das braune Biotop von innen zu revolutionieren, ein utopischer Störimpuls oder Selbstbetrug? Kann Rudi seine Zerstörungswut zügeln, bevor sie ihn selbst auslöscht?

Der Spielfilm "Flieg steil" seziert mit scharfem Blick die Widersprüche radikaler Subkulturen, zeigt, wie Zugehörigkeit und Ausgrenzung sich gegenseitig bedingen – und fragt, wer oder was am Ende noch übrigbleibt. Seine Weltpremiere feierte das Drama von Martina Schöne-Radunski und Lana Cooper bereits 2024 beim Filmfestival in Oldenburg. Am 6. August 2026 kommt es nun endlich in die deutschen Kinos.

"Mich interessierte die Frage: Was, wenn eine junge rechte Frau Feminismus und LGBTQIA* nutzt, um den Nationalsozialismus zu sichern? Wie ließen sich diese Konzepte in einer faschistoiden Lesart definieren?", erklärte Martina Schöne-Radunski zum Film. "Ähnlich wie linke Befürworter von Waffenlieferungen als Kriegstreiber gelten, während sich Rechte als Friedensbotschafter inszenieren, könnte queere Identitätspolitik künftig ebenso diametral populistisch umgedeutet werden."

Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)


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