Unterberg im Endstadium: Wie Radio CORAX und die woke Bubble mich vom Linksein geheilt haben
Ich weiß, ihr wollt das dort oben auf eurem moralischen Elfenbeinturm nicht hören. Aber nach jahrelanger, schmerzhafter Feldforschung lässt sich eines mit absolut reinem Gewissen feststellen: Eure angeblichen „Safe Spaces“, eure kuscheligen, staatlich alimentierten „nicht-kommerziellen alternativen Treffpunkte“ sind in Wahrheit nichts anderes als billige, hermetisch abgeriegelte politische Agitationsplätze. Orte, an denen das neueste, wöchentlich upgedatete Verständnis von Political Correctness mit dem Vorschlaghammer in die Köpfe der Beteiligten eingehämmert werden soll.Das inquisitorische Binnenklima im Sendegebiet
Wer glaubt, in diesen Kreisen herrsche freies Denken oder gar die vielbeschworene „Meinungsvielfalt“ der eigenen Charta, der hat die Rechnung ohne das dortige Blockwart-Binnenklima gemacht. Denken ist hier nur noch in binären Kriegslogiken erlaubt. Es gibt fest definierte, schablonenhafte Feindbilder und unumstößliche Sprachvorgaben. Wer davon auch nur einen Millimeter abweicht, fliegt. Aber natürlich nicht laut, transparent oder gar in einer offenen, demokratischen Diskussion. Das wäre ja viel zu ehrlich.
Nein, man fliegt auf die feige Tour: zersetzend, schleichend, durch flüsternde Ausgrenzung im Hintergrund. Was auf der großen weltpolitischen Bühne in EU-Sanktionen endet, nimmt in den feuchten Kellern des linken Kulturbetriebs fast schon grotesk-harmlos anmutende, aber psychisch hochgradig destruktive Züge an: Rufmord, systematische Lügen, böswilliges Framing und der schamlose Missbrauch zivil- und strafrechtlicher Organe, um auf Abweichler einen derart massiven existenziellen und psychischen Druck auszuüben, dass sie freiwillig aufgeben. Methoden der sozialen Isolation und der gezielten Diffamierung, auf die das einstige Ministerium für Staatssicherheit der DDR oder das Bundesamt für Verfassungsschutz mit anerkennendem Kopfnicken blicken würden.
Und wofür das Ganze? Für ein Programm, dessen politische Sprengkraft sich darin erschöpft, in stumpfer, heute-show-artiger NPC-Manier über Friedrich Merz’ rückständige Gedankenwelt zu lästern. Mutig! Rebellisch! Fast so gefährlich wie ein Kamillentee bei Vollmond.
Der Lebenslauf-Selbstbedienungsladen für Talentfreie
Seien wir ehrlich: Einrichtungen wie Radio CORAX dienen heute vor allem als hippe Lebenslaufstation für privilegierte Akademikerkinder der Gen-Z, die im echten Leben „irgendwas mit Medien“ machen wollen, ohne dafür auch nur den Hauch von echter Qualifikation vorweisen zu müssen. Dem oberflächlichen Personaler in der hippen Berliner Agentur ist das am Ende eh egal. Hauptsache, man lässt sich von „Chatti“ (ChatGPT) einen pseudointellektuellen, vor Buzzwords triefenden „empowernden queerfeministischen“ Moderationstext zusammenklicken, spielt dazu per YouTube-Converter gerippten Girl-Rap ab und geht danach mit dem erhabenen Gefühl nach Hause, eigenhändig die Gesellschaft gerettet zu haben.
In Wahrheit ist das Ganze ein reiner, selbstreferentieller Selbstbedienungsladen. Man zaubert im Wochentakt irgendwelche windigen „Medienkompetenz-Workshops“ aus dem Hut, um bei den ohnehin willfährigen Behörden, die diesen ganzen Zirkus ungeprüft finanzieren, noch den einen oder anderen Euro für die eigene Tasche abzugreifen. Kontrollmechanismen? Evaluierung des gesellschaftlichen Mehrwerts? Absolute Fehlanzeige.
Hier schließt sich der Kreis zu den etablierten Playern: Ob CORAX, CDU, LINKE oder SPD – es handelt sich um ein und dasselbe Selbsterhaltungs- und Machterhaltungs-Konstrukt. Es geht und ging in dieser Blase nie darum, die wirklich Mächtigen zu hinterfragen, gesellschaftliche Rollen radikal auf den Kopf zu stellen oder den kapitalistischen Status quo ernsthaft ins Wanken zu bringen. Die moderne Linke hat sich mit ihrer woken Komfortzone eine Parallelwelt geschaffen, die sich ausschließlich mit Nonsens-Themen für privilegierte Bildungsbürger beschäftigt.
Für diejenigen, für die sie angeblich sprechen und senden wollen – die tatsächliche Arbeiterklasse, die Prekarisierten, die psychisch Kranken, die wirklich Unterdrückten am Rande der Gesellschaft –, haben diese eiskalten Selbstdarsteller mit ihrer makellosen moralischen Fassade nur Verachtung übrig. Um die ging es in diesem elitären Zirkel nämlich noch nie.
Das große Schweigen im Äther
Es ist ein trauriger, selbstreferentieller Zirkel, der sich hier im eigenen Saft schmorend selbst zuhört. Und das Ganze natürlich üppig gefördert. Wenn dann doch mal jemand unangenehme Fragen stellt – oder die „pöse AfD“ es wagt, die Sinnhaftigkeit dieser Steuergeldverschwendung im Landtag zu hinterfragen –, wird sofort die ganz große Opfer- und Solidaritätskampagne im eigens gegründeten Förderverein gestartet. „Retter des freien Wortes!“, schallt es dann pathetisch durch den Unterberg.
Vielleicht sind 26 Jahre (2000 bis 2026) Dauerbeschallung ohne messbare Reichweite dann auch einfach mal genug. Das meiste, was dort über die Antennen ging, hat sich ohnehin völlig substanzlos versendet. Vermissen wird diesen Sender außerhalb der eigenen WG-Küchen absolut niemand.
Halle krankt ohnehin schon viel zu lange an einer völlig dysfunktionalen Medienlandschaft. Die Mitteldeutsche Zeitung betreibt einen grottenschlechten Alibi-Journalismus, versteckt jeden mäßig recherchierten Dreizeiler hinter einer Paywall und müllt ihre Webseite gleichzeitig mit billigster KI-Slop-Werbung zu. Das hochgepriesene Volontärs-Videoprojekt des Blattes generiert auf YouTube weniger Aufrufe als der TikTok-Account eines durchschnittlichen halleschen Teenagers. TV Halle wurde vom Bauer-Verlag ohnehin längst geräuschlos erlegt, und der MDR wird von Jahr zu Jahr irrelevanter, dümmlicher und mutloser. Einzig das Portal Du bist Halle taugt mit viel Wohlwollen noch als kleiner, lokaler Lichtblick im medialen Ödland der Saale.
Die Lösung: Entmachtung der Ideologen
Es ist Zeit, den Stecker zu ziehen. Bürgerradios und Offene Kanäle gehören generell und ausnahmslos in die direkten Hände der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA). Es braucht eine neutrale, behördliche Instanz, die unmittelbar die Finanzen prüft, das Personal stellt und den Sendeablauf nach klaren, unparteiischen Kriterien sichert.
Schluss mit den politisierten, ideologisch verschwurbelten, realitätsfremden und feindseligen Figuren, die sich im Unterberg als unantastbare Hauptcharaktere inszenieren, während sie hinter ihrer eiskalten Fassade nichts als verbrannte Erde und frustrierte Ehrenamtliche hinterlassen. Es ist Zeit für echten Rundfunk – oder für das verdiente Schweigen im Walde.