Pride-Parade in Budapest: Budapester Bürgermeister nicht mehr wegen Pride-Parade unter Anklage
Viktor Orbán hatte 2025 die Pride-Parade in Budapest verboten. Der Bürgermeister der Stadt ließ sie dennoch zu und wurde angeklagt. Die Anklage wurde nun fallen gelassen.
Die Anklage gegen den Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony wegen der Pride-Parade 2025 wurde fallen gelassen, nachdem der Europäische Gerichtshof entschied, dass die Anklagepunkte keine Straftat darstellen. Trotz des Verbots durch die rechtskonservative Regierung unter Viktor Orbán nahmen über 200.000 Menschen an der Parade teil, was zu Karácsonys Anklage im Januar führte. Das EU-Gerichtsurteil im April stellte fest, dass Orbáns Anti-LGBTQ-Gesetze EU-Grundfreiheiten verletzen. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar hat sich zwar für Gleichberechtigung ausgesprochen, aber die Abschaffung der Anti-LGBTQ-Gesetze noch nicht angekündigt. Die diesjährige Pride-Parade soll am 27. Juni stattfinden, während die politische Debatte über LGBTQ-Rechte in Ungarn weitergeht.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Die Anklage gegen den Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony wegen der Ausrichtung der Pride-Parade 2025 ist fallen gelassen worden. Das hat die ungarische Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom April. Demnach stellen die in der Anklageschrift beschriebenen Sachverhalte keine Straftat mehr dar.
Die Pride-Parade war im vergangenen Jahr von der damaligen rechtskonservativen Regierung unter dem ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán untersagt worden. Zur Begründung verwies die Regierung unter anderem auf ein Anti-LGBTQ-Gesetz aus dem Jahr 2021, welches 2025 noch verschärft wurde. Karácsony, Co-Vorsitzender der ungarischen Grünenpartei Párbeszéd – Zöldek und ein politischer Gegner Orbáns, hatte die Demonstration dennoch zugelassen.
Orbáns Anti-LGBTQ-Gesetze verstoßen gegen EU-Grundfreiheiten
An der Parade nahmen trotz des Verbots mehr als 200.000 Menschen teil, deutlich mehr als in den Vorjahren. Im Januar dieses Jahres wurde deshalb Anklage gegen Karácsony erhoben. Der Europäische Gerichtshof urteilte im April jedoch, dass die ungarischen Anti-LGBTQ-Regelungen gegen die EU-Grundfreiheiten verstoßen.
Der neue konservative und proeuropäische Ministerpräsident Péter Magyar hat sich zwar wiederholt für Gleichberechtigung und die Versammlungsfreiheit ausgesprochen. Die Pride-Parade hat er bislang aber nicht ausdrücklich unterstützt. Auch Schritte zur Abschaffung der unter Orbán erlassenen Anti-LGBTQ-Gesetze sind bisher nicht bekannt. In diesem Jahr soll die Parade am 27. Juni stattfinden.
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Ungarn auf dem Weg zu Menschenrechten? Offenbar aber bislang nur unter Zwang der Justiz. Wann also zieht ein normales europäisches Denken bei den Ungarn ein, das selbstverständliche Menschenrechte garantiert?
Orban war ein Spinner. Gut, dass das russische U-Boot jetzt weg ist und vernünftige Leute nun dort das Sagen haben. Fico darf sich jetzt warm anziehen...
"Auch Schritte zur Abschaffung der unter Orbán erlassenen Anti-LGBTQ-Gesetze sind bisher nicht bekannt." Nunja, vielleicht steht das jetzt in der Prioritätenliste, die vermutlich recht lang ist, nicht gaaaanz oben.
13 Kommentare
Rainbowle
Ungarn auf dem Weg zu Menschenrechten? Offenbar aber bislang nur unter Zwang der Justiz. Wann also zieht ein normales europäisches Denken bei den Ungarn ein, das selbstverständliche Menschenrechte garantiert?
Wortgutta
Ergo ist Ungarn weder ein Rechtsstaat noch eine Demokratie.
Cougar65
Orban war ein Spinner. Gut, dass das russische U-Boot jetzt weg ist und vernünftige Leute nun dort das Sagen haben. Fico darf sich jetzt warm anziehen...
Klopfzeichen
Willkommen zurück in der Zivilisation
NichtNochmalSo
"Auch Schritte zur Abschaffung der unter Orbán erlassenen Anti-LGBTQ-Gesetze sind bisher nicht bekannt."
Nunja, vielleicht steht das jetzt in der Prioritätenliste, die vermutlich recht lang ist, nicht gaaaanz oben.
enilnolo
Bis in vier Jahren. Da der Wähler kaum noch je zufriedenzustellen ist und ein Gedächtnis hat, das keine zwei Monate vorhält.
freddy14
Orban hat mit Ungarn gemacht, was die AfD mit unserem Land vor hat.
Braucht keiner, der Freiheit und Demokratie liebt.