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Abends, nachts und am Wochenende Potsdam will Parkplätze von Supermärkten für Allgemeinheit öffnen
Luftaufnahme eines Parkplatzes. (Quelle: IMAGO / Zoonar)
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Luftaufnahme eines Parkplatzes. (Quelle: IMAGO / Zoonar)

Die Stadt Potsdam soll prüfen, ob abends, nachts und an Wochenenden auf Supermarkt-Parkplätzen geparkt werden darf. Das haben die Stadtverordneten der Brandenburger Landeshauptstadt am Mittwochabend beschlossen.

Demnach sollen entsprechende Gespräche mit den Betreiberinnen und Betreibern großer Märkte geführt werden. Ziel sei es, herauszufinden, ob und an welchen Stellen das Parken auf deren Stellplätzen möglich ist.

Leidige Parkplatzsuche soll minimiert werden

Die Flächen stünden nachts und an Sonntagen leer. Sollten sie für alle genutzt werden können, senke das den Parkdruck und man müsse keine zusätzlichen Flächen versiegeln, hieß es im Antrag.

Mit dem Angebot solle die oft leidige Parkplatzsuche in Potsdam minimiert und das Falschparken verhindert werden. Bis November soll die Stadt über die Ergebnisse der Gespräche informieren.

Vorbild seien andere Kommunen, hieß es im Antrag. Dazu zählt unter anderem Düsseldorf [duesseldorf.de].

Pilotprojekt in Berlin

Auch in Berlin gibt es immer wieder Überlegungen, Supermarkt-Parkplätze nachts zu öffnen. Große Discounter halten sich bislang jedoch zurück - aus Sorge vor Vandalismus.

Es gibt aber ein Pilotprojekt eines Getränkehändlers. In Berlin und im Umland öffnet dieser nachts seine Parkflächen vor drei seiner Läden gegen Gebühr. Man sehe sich als Unternehmen in der Pflicht, vorhandene Ressourcen sinnvoll einzusetzen, hieß es dazu von Getränke Hoffmann. Ziel sei es, die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern.

Bei Getränke Hoffmann kostet die Nacht zwei Euro - gebucht wird online. Schranken gibt es nicht, kontrolliert wird per KI-Kamera. Wer sparen will, kann ein Abo wählen.

Discounter bietet Feierabendparken an

Auch Netto geht diesen Weg: Verbraucherinnen und Verbraucher können ihre Autos seit dem 1. April auch zum Feierabend und über Nacht vor rund 150 Filialen des Lebensmitteldiscounters abstellen. Freie Flächen werden zwischen 18 und 8 Uhr vermietet, wie das Unternehmen mitteilte. Das Angebot zum Feierabendparken gilt demnach bundesweit, vor allem in Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Dortmund oder Bremen. Bislang war das Abstellen von Autos dort in der Regel nur während des Einkaufs erlaubt, nicht über Nacht.

Die kostenpflichtige Buchung erfolgt vor Ort über einen QR-Code oder über die App des jeweiligen Parkplatzanbieters. Bundesweit betreibt der Discounter, der zur Edeka-Gruppe gehört, rund 4.400 Filialen.

Auch andere Lebensmittelhändler bieten Parkplätze in manchen Städten kostenpflichtig an - meist jedoch nur an einzelnen Standorten und oft in Kooperation mit den jeweiligen Städten.

Sendung: Antenne Brandenburg vom rbb, 04.06.2026, 6:30 Uhr

Audio: Antenne Brandenburg vom rbb, 04.06.2026, Felix Moniac

Brandenburg Verkehr

11 Kommentare

  • Peter

    Potsdam sollte dann auch gleich die Parkplätze mit Solar überdachen, anstatt riesige Flächen Kulturlandschaft und Landwirtschaft wie zwischen Uetz und Paretz zu zerstören. Das wäre ein riesiger Fortschritt für Potsdams Masterplan!

    0 Antworten
  • Josef

    Es ist einfach unerträglich, mit was sich hier beschäftigt wird. Das sind Privatgelände. Will der Eigentümer das nicht, ist die Idee hinfällig. Ende! Ein Mitarbeiter, ein Anruf. 10 Minuten Abeitszeit. Dafür braucht es keine Taskforce. Könnte man sich nicht bitte einfach mal mit einem vernünftig durchdachten Verkehrskonzept befassen? In Amsterdam, Kopenhagen gibt es Fahrradbahnen. Da macht es einfach Spaß zu fahren. In Potsdam wird sich mit allem beschäftigt, aber es ist alles nur so halb durchdacht. Parken wird teurer, Parkplätze fallen weg. Alternativen gibt es aber nicht.

    • Es ist einfach unerträglich

      Wie schaffen sie das nur?

  • Jan

    Die Stadt Potsdam hat den Parkplatzmangel selbst herbeigeführt. Das kann man gut oder schlecht finden. Konsequent wäre nun dabei zu bleiben. Warum sie jetzt auf die Idee kommen, private Flächen anzufragen, wäre eine Abkehr von der Politik für Fahrrad und ÖPNV, Autoverkehr verdrängen.

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