Bürgerdialog

Spurensuche: Was wurde aus der „Friedensstadt Dresden“?

Ein Jahr lang feilten 50 Menschen im Dresdner Bürgerrat an Ideen für ein friedliches Zusammenleben. Jetzt zeigt sich: Von dieser Arbeit ist nicht viel übrig.

Peter Chemnitz
9 Min
Der Begriff „Frieden“ ist in Dresden traditionell uneindeutig und hängt eng mit dem Schicksal der Stadt im Februar 1945 zusammen.

Der Begriff „Frieden“ ist in Dresden traditionell uneindeutig und hängt eng mit dem Schicksal der Stadt im Februar 1945 zusammen.

© Sylvio Dittrich/Imago

Alles neu macht bekanntlich der Mai. Und so sollte denn auch im Wonnemonat das große Geheimnis gelüftet werden: exakt am 8. Mai 2026 in der Frauenkirche Dresden. So ist es im Protokoll des zuständigen Stadtratsausschusses nachzulesen, und auch das sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt warb auf seiner Internetseite für diesen Termin. Allein er fand nicht statt. Will Dresden keine „Friedensstadt“ mehr werden und waren monatelange Arbeit eines Bürgerrates schlichtweg umsonst? Jedenfalls wurde bisher nichts präsentiert, was seit einem Jahr umgesetzt werden sollte.

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