Stück für Stück senkt sich der Arm des Striegels, nähert sich dem Solarmodul. Dann hält er an, schwankt leicht in der Luft. „‘S geht scho!“, ruft Franz Obermayer seinem Sohn in der Fahrerkabine zu. Der lässt die Aufhängung herunter. Die Zinken gleiten wenige Zentimeter am Panel vorbei und verschwinden im Winterweizen. Säen, Striegeln, Ernten – alles ist Maßarbeit auf der Agri-Photovoltaik(PV)-Anlage in Kirchweidach. Dank GPS manövrieren die Maschinen problemlos auf den 12m breiten Streifen – zwischen Modulen, die sich über das ganze Felderstrecken. Dazwischen gedeiht das Getreide. Die Modulunterkante beginnt bei 1,40m, sodass die Kulturen ungestört wachsen. Schattenwurf gibt es kaum.
Photovoltaik und Ackerbau schließen sich hier nicht aus. Der Striegel kommt bis zu fünf Mal zum Einsatz, bevor das Getreide hoch genug steht. Nach der Ernte wird es in der eigenen Mühle gemahlen und anschließend direktvermarktet. Der Sonnenstrom vom Acker fließt dank des hofeigenen Batteriespeichers immer zur richtigen Zeit ins Netz. Alles ist gut durchdacht bei Bauer z‘Edt. Kein Wunder – Franz Obermayer und sein Sohn führen den Familienbetrieb parallel zum eigenen IT-Unternehmen.