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Staatsschutz ermittelt

Berlin: Homophobe Gewalt im BVG-Bus

  • Heute, 13:05h 1 Min.

Die Berliner Polizei ermittelt in einem mutmaßlichen Fall von Homo­sexuellenfeindlichkeit (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Die Polizei gab bekannt, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit homophobem Hintergrund in den Ortsteil Plänterwald gerufen worden zu sein. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten demnach ein 35-jähriger schwuler Mann und ein 23-Jähriger gegen 1 Uhr in einem Bus der BVG-Linie N60 an der Haltestelle Rethelstraße in der Straße Am Treptower Park in einen verbalen Streit.

Dabei soll der 23-Jährige den 35-Jährigen wegen dessen Homosexualität beleidigt haben. Der Ältere habe sich verbal verteidigt, daraufhin soll ihm der Jüngere mit der Faust gegen die Schläfe geschlagen haben. Im Anschluss habe sich der 35-Jährige auch körperlich gewehrt haben.

Der angegriffene Schwule rief dann die Polizei. Er erlitt eine Kopfplatzwunde, lehnte jedoch ebenso wie der 23-Jährige eine ärztliche Behandlung ab. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung und Körper­ver­letzung mit möglichem homophoben Hintergrund übernommen.

Die Berliner Landespolizei macht mögliche Hass­verbrechen gezielt publik und meldet sie vergleichsweise häufig an die Öffentlichkeit. Sie hatte bereits einen weiteren queer­feindlichen Vorfall am Dienstagabend gemeldet – demnach seien zwei trans Personen am Alexanderplatz wegen ihrer Geschlechts­identität attackiert worden (queer.de berichtete1).

Die Polizei2 und die Staatsanwaltschaft3 in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*­innen für queere Menschen. (pm/cw)

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