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  • 17. Mai 2026, 15:37h 1 Min.

Die Anlage bietet Platz für bis zu acht Särge und 100 Urnen (Bild: Schwulen­beratung Berlin)

Mit einer neuen Grab- und Gedenkstätte in Berlin-Schöneberg bekommen queere Menschen in Berlin einen eigenen Ort der Trauer. Auf dem Alten-St.-Matthäus-Kirchhof wurde sie am Nachmittag am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) eingeweiht. Dazu gehört ein "Kissing Stone". Auf dem hellen Stein kann mit einem Kuss ein Lippenstiftabdruck hinterlassen werden.

Die Grab- und Gedenkstätte soll an queere Lebensgeschichten erinnern, Raum für Trauer und Gedenken schaffen sowie ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Vergessen setzen, wie die Schwulen­beratung Berlin mitteilte.

Die Anlage bietet Platz für bis zu acht Särge und 100 Urnen. Zusätzlich gibt es eine Gedenkwand, auf der Namen und Lebensdaten von Verstorbenen eingraviert werden können. Schöneberg wird als Regenbogenkiez bezeichnet und gilt als ein Zentrum für queeres Leben in der Hauptstadt.

Das Projekt soll einen würdevollen Ort des Erinnerns schaffen insbesondere für Menschen, die keinen Kontakt mehr zu ihren Herkunftsfamilien haben oder deren Bestattung sonst anonym erfolgen würde, wie es hieß. "Einige LSBTI-Personen, insbesondere jene, die Diskriminierung und Ausgrenzung erlebt haben, empfinden ihr Leben als wenig wertvoll und machen sich keine Gedanken darüber, was nach ihrem Tod geschieht. Diesen Herausforderungen wollen wir mit einer besonderen Grab- und Gedenkstätte entgegentreten", teilte die Schwulen­beratung mit. (dpa/cw)

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