Politik

Fall Waltraud: Geschlechtsänderung widerrufen

Nach der Aufregung um den geänderten Geschlechtseintrag eines Wieners hat der Wiener Magistrat nun die Geschlechtsänderung widerrufen. Der Mann hatte mutmaßlich seinen Geschlechtseintrag ändern lassen, um früher in Pension gehen und seine Gefängnisstrafe in einem Frauengefängnis absitzen zu können.

Die Ex-Rotlichtgröße Walter P. änderte nach einem Urteil des Bezirksgerichts Favoriten sein Geschlecht und kündigte in einem Interview an, er wolle seine Haft im Frauengefängnis absitzen und freue sich auf das gemeinsame Duschen. Daraufhin nahmen mehrere Behörden Ermittlungen auf.

Fall Waltraud: Magistrat ändert Geschlechtereintrag

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Der städtische Magistrat schickte P. am 31. Dezember einen Bescheid, dass der Geschlechtereintrag wieder von Frau auf Mann geändert wird. Der Bescheid ist nicht rechtskräftig, berichtete zunächst die „Kronen Zeitung“ am Montag. P. und sein Anwalt haben dagegen Beschwerde innerhalb der Frist eingelegt. Das wird laut dem Ö1-Mittagsjournal vor dem Verwaltungsgericht Wien verhandelt werden.

Wegen Wiederbetätigung verurteilt

P. ist vor allem als Person aus der rechtsextremen Szene bekannt. Laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) gründete er in den 1980er Jahren eine „Nationalsozialistische Freiheitsfront“ und pflegte enge Kontakte zu Gottfried Küssel und anderen Rechtsextremisten. Im Dezember wurde er wegen NS-Wiederbetätigung zu 20 Monaten unbedingter Haft verurteilt.