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Sachsen wird europäisches CSD-Zentrum

Dresden bewirbt sich als einzige Stadt für Europride 2029

Während der Freistaat Sachsen dieses Jahr damit droht, dem CSD-Straßenfest in Dresden die Anerkennung zu entziehen, bahnt sich ein großes Event für 2029 ein: Die sächsische Hauptstadt wird wohl den Euro-CSD austragen.


Die Dresdner CSD-Demo im Jahr 2022 (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
  • Gestern, 11:30h 2 Min.

Am vergangenen Dienstag (31. März) endete die Frist für die Bewerbungen zum Europride 2029 – und der CSD-Verein Dresden ist der einzige Bewerber. Zwar fällt die Entscheidung über den Austrichtungsort offiziell erst am 10. Oktober bei seiner jährlichen Versammlung, die dieses Mal in Magdeburg stattfindet – allerdings dürfte der Zuschlag wohl nur Formsache sein. Bereits im Februar hatte der Vorstand der European Pride Organizers Association (EPOA) in Dresden getagt und dabei die Stadt besichtigt.

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"Jetzt ist die Zeit, größer zu denken und weg vom Klein-Klein hin zu einer starken, sichtbaren Pride in Europa. Dresden ist bereit, diese Brücke zu bauen", erklärte der Dresdner Vorstandschef Ronald Zenker in den "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Bezahlartikel2). Man wolle ein Zeichen setzen, dass auch im Osten ein Europride veranstaltet werden könne. Außerdem sei 2029 ein Superwahljahr – so sollen dann regulär nicht nur die Bundestagswahlen und die Europawahlen, sondern auch Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg stattfinden.

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Freistaat Sachsen will CSD nicht mehr anerkennen

Der CSD-Verein Dresden befindet sich derzeit in einem Kampf gegen den Freistaat, der das CSD-Straßenfest den Versammlungsstatus verweigern will, weil es sich beim Pride angeblich nicht um eine politische Veranstaltung handle. Die CSD-Organisator*innen warnen vor ungarischen Verhältnissen (queer.de berichtete3). Politiker*innen aller demokratischen Parteien mit Ausnahme der CDU haben sich inzwischen hinter den CSD-Verein gestellt, darunter auch der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert von der FDP (queer.de berichtete4).

Der CSD-Verein gibt sich kämpferisch: "Wir gehen notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht. Der CSD ist politisch. Punkt", erklärte Zenker.

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Der Europride findet seit 1992 jährlich statt. Lediglich in den Jahren, in denen der Worldpride in Europa veranstaltet wird, wird auf einen gesonderten Kontinental-CSD verzichtet. Der jeweilige CSD, der den Europride-Zuschlag erhält, wird größer als gewöhnlich angelegt und bietet ein breiteres Rahmenprogramm, um internationale Beachtung zu erreichen.

Sollte Dresden den Europride 2029 ausrichten, würde die Veranstaltung erstmals seit 25 Jahren wieder nach Deutschland zurückkehren. Bislang fand sie drei Mal in der Bundesrepublik statt – 1993 war Berlin Ausrichter, 2002 Köln und 2004 Hamburg.

Dieses Jahr organisiert Amsterdam den Worldpride vom 25. Juli bis zum 8. August. Nächstes Jahr wird Turin den Europride austragen, 2028 dann zwei Grafschaften in Irland (queer.de berichtete7). (cw)

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