PolenAn Rosa Luxemburg will man sich hier nicht erinnern

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An diesem Haus in Zamość hing bis 2018 die Gedenktafel. Seitdem schreiben dort Menschen mit Kreide an die Wand: "Rosa, wir erinnern uns".
An diesem Haus in Zamość hing bis 2018 die Gedenktafel. Seitdem schreiben dort Menschen mit Kreide an die Wand: "Rosa, wir erinnern uns". Viktoria Großmann

War sie eine gefährliche antipolnische Kommunistin? Eine jüdische Vorkämpferin der Arbeiterbewegung? Warum im polnischen Zamość, der Geburtsstadt der Politikerin, keine Gedenktafel angebracht werden darf.

Von Viktoria Großmann, Zamość, Warschau

Rosa Luxemburg bekommt keine Gedenktafel. Das verstoße gegen ein Gesetz zur Bekämpfung des Kommunismus, ließ das polnische Institut für Nationales Gedenken, kurz IPN, den Bürgermeister der Stadt Zamość wissen. Die versuchte zunächst dennoch zu erreichen, dass an die Vorkämpferin der Arbeiterbewegung, Frauenrechtlerin und Mitgründerin der kommunistischen Partei Deutschlands in der Stadt, in der sie 1871 in eine jüdische Familie hineingeboren wurde, zu erinnern. Doch der Gegenwind ist offenbar unerwartet heftig. Nicht nur das IPN protestiert, auch ultrarechte Gruppierungen. Die Zukunft der Gedenktafel ist nun denkbar ungewiss.

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