Zehntausende ohne Strom und WärmeDen Schaden haben die Linken

Kommentar von

Jost Maurin

Anschläge wie die auf das Stromnetz in Berlin werden niemanden vom Klimaschutz überzeugen, im Gegenteil. Sie sind eine Steilvorlage für die Rechten.

Mit Handylicht durch den Bahnhof Wannsee: Berlinerin am Tag des Stromausfalls Foto: Michael Kappeler/dpa

W enn wirklich „Linksextremisten“ hinter dem Anschlag auf die Stromversorgung in Teilen Berlins stecken sollten, haben sie ihrem eigenen Anliegen geschadet. Solche Aktionen befeuern nur Ablehnung und Diskreditierung der Linken.

Wegen des Anschlags sind wahrscheinlich bis Donnerstag zehntausende Berliner mitten im Winter ohne Strom und Heizung. Man muss schon sehr verblendet sein, um anzunehmen, dass das den Klimaschutz voranbringt. Im Gegenteil: Solche Aktionen tragen dazu bei, dass zahlreiche Menschen sich durch den Kampf gegen die Erderwärmung bedroht fühlen. Viele werden eben nicht differenzieren zwischen friedlichen Aktivisten und zerstörungswütigen Heißspornen. Am Montag musste die Linkspartei schon Kritik zurückweisen, sie habe sich bisher kaum zu dem Anschlag geäußert.

Solche Aktionen sind auch eine Steilvorlage für Rechte, die Angst vor Linksextremismus schüren, um von der viel größeren Gefahr durch Rechtsextremismus abzulenken. Und: Selbst wer Gewalt gegen Sachen gutheißt, muss einräumen, dass Angriffe auf die Infrastruktur zu große Kollateralschäden haben. Dem Bekennerschreiben zufolge wollte die „Vulkangruppe“ nur ein Gaskraftwerk, nicht private Haushalte vom Netz nehmen. Es kam bekanntlich ganz anders.

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Und es waren nicht nur Wohlhabende betroffen. Arme mussten in Turnhallen schlafen, die Reichen könnten sich sogar eine Suite im Hotel Adlon leisten. Ökonomisch Benachteiligte leiden unter dem S-Bahn-Ausfall infolge des Blackouts, Wohlhabende können weiter mit ihren großen Autos fahren.

Auch frühere Anschläge hatten viele getroffen, die Linksextremisten wohl als „Unschuldige“ sehen würden: Der Brand von Hochspannungsleitungen in der Nähe des Tesla-Werks in Brandenburg im März 2024 ließ ebenso in tausenden Privathaushalten den Strom ausfallen. Unter dem Angriff auf eine Kabelleitung am Berliner S-Bahnhof Ostkreuz im Mai 2011 litten unzählige Menschen ohne Auto.

All das ist derart offensichtlich, dass sich die Frage stellt: Sind Linksextremisten tatsächlich so einfältig – oder sind sie gar nicht für diese Anschläge verantwortlich?

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Redakteur für Wirtschaft und Umwelt
Jahrgang 1974. Er schreibt vor allem zu Ernährungsfragen – etwa über Agrarpolitik, Gentechnik und die Lebensmittelindustrie. Journalistenpreis "Faire Milch" 2024 des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter. 2018, 2017 und 2014 gewann er den Preis "Grüne Reportage" des Verbands Deutscher Agrarjournalisten. 2015 "Bester Zweiter" beim Deutschen Journalistenpreis. 2025 nominiert für den Deutschen Journalistenpreis, 2022 nominiert für den Deutschen Reporter:innen-Preis (Essay "Mein Krieg mit der Waffe"), 2013 für den "Langen Atem". Bevor er zur taz kam, war er Redakteur bei der Nachrichtenagentur Reuters und Volontär bei der Süddeutschen Zeitung.
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36 Kommentare

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  • Ja, ich habe auch schon an eine russische False Flag Aktion gedacht wie mit dem Bauschaum im Autoauspuff vor den letzten Wahlen, was ja nachgewiesen eine war.



    Die Aktion bei Tesla konnte ich noch als linke Aktion verstehen, aber das jetzt ist irgendwie wild. Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen, dass jemand aus der anarchistischen Linken so eine schlechte Zielgruppenanalyse macht. Aber andererseits gibt es diese Vulkangruppe seit 2011, hätte da Russland sich da schon so in deutsche Politik eingemischt?

    • @jackie_zat:

      Die erste Frage sollte sein: „Cui Bono?“ Da kommt man doch recht schnell auf Putin, zumal seine Spießgesellen von der AfD ja in der jüngeren Vergangenheit durch Parlamentarische Anfragen zur Kritischen Infrastruktur auffällig geworden sind.

  • Schon mal was von "false flag operation" gehört?



    Ist es wirklich nötig, dass auch die taz die Propaganda des Innenministeriums wiederkäut?

    • @Tiene Wiecherts:

      Diese Vorwürfe einfach totzuschweigen hilft aber auch nicht. Das ist ja das Problem mit falseflag Angriffen. Solange man keine handfesten Beweise hat, dass der Angriff von Russland oder von Rechts kam, muss man auf der linken Seite mit dem Vorwurf irgendwie umgehen.



      Anderenfalls wird einem zurecht vorgeworfen, mit zweierlei Maß zu messen.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die sogenannte "Vulkan-Gruppe" überhaupt gibt. Eine gehirnverwirrte Truppe, die so geschickt ist, dass die Mitglieder komplett anonym bleiben und niemand sie kennt? Glaube ich nicht. Ich vermute die Urheber dieses und anderer Anschläge geografisch viel weiter ostwärts. Moskau oder so.

  • Ob die "viel größere Gefahr" nun heutzutage wirklich von rechts oder von links droht frage ich mich zunehmend. Ich nehme viel mehr wahr, dass beide sich nichts nehmen und gegenseitig stark machen.

    • Jost Maurin , Autor des Artikels, Redakteur für Wirtschaft und Umwelt

      @Passionsblumenstrauß:

      Das Bundeskriminalamt hat 2024 rund 1500 Gewaltstraftaten von Rechts und „nur“ 760 von Links erfasst. Die AfD könnte es demnächst in Landesregierungen schaffen. Und sie will die die liberale Demokratie unterminieren, die meisten linken Parteien dagegen nicht.

    • @Passionsblumenstrauß:

      Inwiefern sind Sie besser wenn sie Linke dafür in Sippenhaft nehmen, wenn eine Gruppe über die nichts bekannt ist einen Anschlag macht?

  • Klare Aussage,, diese sinnlose Tat diskriminiert eine linke Klimapolitik.



    Wer hier unterstützt, sympathisiert schadet der Sache.

  • " Sind Linksextremisten tatsächlich so einfältig"

    Warum denn nicht? Warum sollten ausgerechnet Linke oder Linksradikale nicht dämlich sein können. Aussagen, Texte, Erklärungen aus diesem politischen Spektrum beweisen das doch seit Jahrzehnten.

    Der Stuss, den die Vulkangruppe in ihrem Pamphlet verzapft, toppt allerdings viel von alledem.

    Diese Leute lehnen nicht nur den Kapitalismus ab, worüber man ja diskutieren kann, sie agieren antizivilisatorisch und feiern eine gewisse Natur-Romantik, wie man sie auch bei den anderen Spinnern, den Angry Birds finden konnte.

    Das alle ist brandgefährlich und man kann nur hoffen, dass es den Polizeiorganen schnell gelingt, diese Leute aus dem Verkehr zu ziehen.

    Man stelle sich einmal vor, dieses Beispiel würde Schule machen und ganz Berlin wäre betroffen. Das wäre dann wirklich Anarchie, aber nicht einem guten Sinne.

  • Ich lese seit vielen Jahren die taz und bedauerlicherweise gibt es ganz erhebliche Tendenzen, dass noch stärker in Rechts/Links-Schubladen gedacht wird.

    Es stünde auch der taz gut, wenn nicht alles zum Anlass genommen werden würde, die Bürger ständig zu spalten und in irgendwelche Schubladen einzuordnen.

    Es ergibt doch überhaupt keinen Sinn etwaige Ziele von Extremisten (egal ob links oder rechts) zu hinterfragen.

    Im Ergebnis: Den Sachden aus diesem Anschlag haben vor allem die betroffenen Anwohner und Gewerbetreibenden.

  • Ja so ist es.Eine Steilvorlage für die Rechten - bedanken Sie sich bei Ihren Genossen ;-)

  • Genau, Stichwort heißt hier "Wenn".

    Die Wahrscheinlich, dass Linksextreme einen so niedrigen Intellekt haben, ist gering, weil diese Menschen sind i.d.R. philosophisch hoch gebildet, können Situationen moralisch abwägen, erkennen komplizierte Zusammenhänge, usw.



    Sonst wären taz-Artikel auch nicht so brilliant geschrieben im Gegensatz zu nius-Artikel. Und auch, wer in linksextremen Szenekneipen unterwegs ist (egal ob K-Fetisch, Hannibal, kadterschmiede) wird im Smalltalk tiefgreifende politische Diskussionen vorfinden, die einen gewissen Intellekt voraussetzen, mit Ausnahme wenn der Anteil migrantischer Menschen hoch ist.

    Rechte Menschen sind wie Höhlenmenschen: Mag ich nicht, KAPUTTHAUEN! Kaputt werden dann nicht nur Gegenstände sondern sehr oft unerwünschte Menschen.

    Doch selbst wenn ein Täter gefasst wird, er dem russlandfreundlichen, rechtsextremen Spektrum zugerechnet wird, für den Durchschnittsbewohner in Deutschland wird es trotzdem immer der Linke bleiben. Weil dieses Feindbild hinterfragt unseren Wohlstand, der durch Ausbeutung und Raubbau entstanden ist.



    Der Rechte hinterfragt es nicht. Seine Taten werden als notwendig angesehen, ( "Endlich macht mal jemand was!!!!" )

    • @Troll Eulenspiegel:

      Da scheint mir aber jemand extrem von seiner eigenen Blase eingenommen zu sein.



      Könnte es sein, dass genau dieses elitäre Dünkel das Problem ist, wenn Linke versuchen, Nutznießer von linker Politik davon zu überzeugen, auch links zu wählen?



      Links und Rechts ist nicht deckungsgleich mit schlau und dumm. Wenn es diese Vulkangruppe geben sollte, wäre sie das beste Beispiel für diese Inkongruenz.



      Aber was nicht sein darf, das auch nicht sein kann, daraus folgern wir: wer dumm handelt, kann nicht links sein.



      Schwachsinn.

  • Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter vermutet, dass Russland hinter dem Anschlag stecken könnte. Seine Begründung: Das Bekennerschreiben sei "holprig" abgefasst. Würde man es jedoch ins Russische übersetzen, sei der Inhalt sprachlich einwandfrei.

    Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren, wer hinter der Gruppe steht.

  • Nicht nur Linksextreme sind so einfältig. Alle Menschen können so einfältig sein. Gerade dann, wenn sie in ihrer Ideologie Scheuklappen tragen. Nur das Ziel zählt, Konsequenzen werden nicht mehr bedacht oder für das höhere Wohl hingenommen. Das macht Extremismus aus.

  • Reiche Hotel Adlon, Arme in Turnhallen.



    Reiche im Auto, Arme mit S-Bahnausfall.



    Und vielleicht waren es keine "Linksradikale Heißsporne"?



    Erstens, nein, die allermeisten Menschen sind eben weder arm noch reich im Sinne von Herrn Maurin; dito Mobilität!



    "Heißsporne" ein neues Wort für "Terror von links"?



    Manchmal sitzt man kopfschüttelnd vor dem bildschirm.



    Ansonsten: Alles was derzeit nicht klappt hilft der AfD!



    Selbst wenn Rechte diesen terroristischen Anschlag verübt hätten. Wäre gut, wenn man das akzeptiert und Politik macht die den Leuten zeigt, dass sich was bewegt im Land. Von Grönland bis Berlin, von Rente bis Straßenbau und pünktlicher Bahn.

  • Fragt sich nur ob das wirklich Spinner waren die dem linken Spektrum angehören.



    Mir scheint das nicht so. Spricht zu viel das man den linken eins rein würgen will. Z.B. vor der Wahl.

  • Ich bin begeistert von dem Kommentar, dankeschön, ich glaube ich hatte gestern auch schon in die Richtung geschrieben.



    Bei aller Sympathie für das Anliegen Klimaschutz, im Ergebnis zwingt man so die Stadt zu teuren Schutzmassnahmen. Die aber nie absolute Sicherheit bieten können. Wo wird das Geld fehlen im Budget? Das trifft die falschen, aber wahrscheinlich war es dann auch nicht so geplant... Also mal wieder Berlin auf ganzer Linie? Bin gespannt auf die internationale Presse.

  • Es braucht einen anderen Medialen Umgang mit solchen Anschlägen.



    Wir wissen, dass autoritäre Kräfte im Aus- und Inland derartige Fals-Flag-Aktionen gezielt nutzen, um Linke zu diskreditieren und die Politik nach rechts zu rücken.

    So gesehen ist es eigentlich löblich erstmal zu schweigen, bis man genaueres weiß. Leider nehmen rechte Meinungsmacher derartige Ereignisse gerne auf und setzen ihr Narrativ, dass selbst dann verfängt, wenn es ist belegbar ist oder gar später widerlegt werden kann (vgl Bauschaumsabotage von Verbrennerautos).

    Hier sind Demokratische Medien und seriöse Politiker diesseits der Brandmauer gefragt, klug und wahrhaftig zu Kommunizieren und der Versuchung zu widerstehen, politisches Kapital herauszuschlagen. Das fängt übrigens bereits bei der Wahl der Überschrift an.

  • "All das ist derart offensichtlich, dass sich die Frage stellt: Sind Linksextremisten tatsächlich so einfältig – oder sind sie gar nicht für diese Anschläge verantwortlich?"



    Es gibt ein authentisches Bekennerschreiben einer bekannten, linksextremen Gruppierung, diese Frage stellt sich in der Tat nicht.

    • @ Sven Mehrke:

      Eine Gruppierung, von der man nicht einmal weiß, ob es eine feste Gruppe ist oder nur ein Name, der von verschiedenen Personen genutzt wurde.



      Ein Bekennerschreiben, welches Rechtschreibfehler enthält, die typischerweise bei einer Übersetzung aus dem kyrillischen zustande kommen.



      Die Frage stellt sich also durchaus.

    • @ Sven Mehrke:

      Eine einsame Nachricht der Tagesschau berichtete zwischen all den schnellen Urteilen ansonsten eher vorsichtiger Medien, dass die Authentizität des Bekennerschreibens eben nicht eindeutig ist. Der Berliner Verfassungsschutz ist anderer Meinung, was aber nichts daran ändert, dass offiziell Zweifel bestehen. Außerdem kennt niemand irgendwelche Mitglieder dieser Gruppe. Die Frage stellt sich in der Tat also doch!

  • In meinen Augen war das ganz klar ein terroristischer Anschlag.



    Es schadet den linken Parteien insofern, dass sie sich nur halbherzig distanzieren und mit irgendwelchen Verschwörungstheorien andere Schuldigen herbeireden wollen.



    Würden die linken Parteien den Anschlag klar verurteilen dürfte der Schaden geringer sein.

    • Jost Maurin , Autor des Artikels, Redakteur für Wirtschaft und Umwelt

      @Nico-1:

      Welche linke Partei verurteilt den Anschlag nicht?

  • Ein "leider" notwendiges Übel für ein höheres Ziel soll das also wieder sein...



    So haben schon viele Machthaber und Revolutionäre inklusive der sozialistischen und kommunistischen ihre Gräueltaten gerechtfertigt.

  • Der taz-Kommentar verharmlost die Tat, indem er die Täter als „unsicher“ oder kaum greifbar darstellt. Dabei liegt ein Bekennerschreiben der sogenannten Vulkangruppe vor, das von Ermittlern ernst genommen wird. Es handelt sich also nicht um ein anonymes Rätsel, sondern um eine politisch motivierte, linksextremistische Sabotage.

    Gerade der Verweis im Bekennerschreiben, man habe keinen Blackout „beabsichtigt“, zeigt keine Harmlosigkeit, sondern eine gefährliche Realitätsverweigerung. Wer kritische Infrastruktur angreift, nimmt massive Schäden für unbeteiligte Menschen billigend in Kauf – unabhängig davon, wie man es rhetorisch rechtfertigt.

    Das ist kein Missgeschick, sondern typisch für ideologisch motivierte Gewalt: Symbolik wird über Verantwortung gestellt. Wer das als bloße kommunikative Ungeschicklichkeit abtut, blendet die sicherheitspolitische Dimension aus und relativiert Extremismus – nur weil er von der „richtigen“ Seite kommt.

    • Jost Maurin , Autor des Artikels, Redakteur für Wirtschaft und Umwelt

      @Zippism:

      Woher wollen Sie SICHER wissen, a) dass es die Vulkangruppen überhaupt gibt, b) wer dahintersteckt und c) ob sie auch diesen Anschlag verübt haben? Stand jetzt haben die Behörden nie nur einen einzigen Täter dingfest gemacht.

  • Solange nicht klar ist, wer überhaupt verantwortlich war, lautet für mich die Frage, "Was kann man für mehr Sicherheit der Infrastruktur tun" und "warum dauert es so lange, bis die Reparaturen ausgeführt sind?"

  • Die Gruppe Bezeichnet sich auch auch als Anarchisten. Ich sehe diese Gruppe schon lange nicht mehr links. Sie sind Chaos egal wegen wen.

  • Heißsporne? Ich denke eher, das ist bereits Terrorismus. Zum Glück gibt es bis jetzt keine Toten. Auch wer Gewalt gegen Sachen gutheißt? Wer Bücher verbrennt, verbrennt bald Menschen. Jede Form der Gewalt, egal aus welcher finsteren Ecke, ist abzulehnen. Ganz einfach.

  • "wenn wirklich „Linksextremisten“ hinter dem Anschlag auf die Stromversorgung in Teilen Berlins stecken sollten, haben sie ihrem eigenen Anliegen geschadet". Klingt paradox. Oder ist dieses Anliegen von Linksextremisten dann doch links? Dass die Reichen sich sogar eine Suite im Hotel Adlon leisten können, (und weiter mit ihren großen Autos fahren).... so eine tiefgründige Aussage, kann einem in diesem Kontext allerdings schnell auf die Füße fallen. Ansonsten bleibt banal festzuhalten: So wenig wie rechts zwischen links und linksextrem unterscheiden will oder kann, ist es andersherum auch nicht besser.

  • Ob Rechtsextremismus immer noch schlimmer ist als Linksextremismus ist nach diesen Anschlag nochmal neu zu bewerten (falls es wirklich eine linke Gruppe war). 30 000 Haushalten im Winter den Strom abzuschalten ist hochgefährlich. Der Ausfall hat behinderte und pflegebedürftige Menschen in ihren Wohnungen gefangen. Was wäre bei einem Brand passiert? Was wäre wenn medizinische Geräte leere Akkus gehabt hätten? Und wie sollten Eltern für Neugeborene Fläschchen zubereiten?



    Ich kann mich an einen Rechtsextremen Anschlag in den letzten Jahren erinnern, der so viele unschuldige Personen bedroht hätte.

    • Jost Maurin , Autor des Artikels, Redakteur für Wirtschaft und Umwelt

      @Bmit:

      Das Bundeskriminalamt hat 2024 rund 1500 Gewaltstraftaten von Rechts und „nur“ 760 von Links erfasst.

    • @Bmit:

      Der Anschlag war mit Sicherheit nicht links, selbst wenn die Gruppe tatsächlich existieren sollte. Niemand wird automatisch sozial , wenn er oder sie das behaupten. Die Pläne von AfD und CDU-nahen Think thanks Entwicklungshilfe bzw. Sozialleistungen und Integrationshilfen für behinderte Menschen zu streichen, bedrohen jedoch eine riesige Menge unschuldiger Personen.

  • Die einfachste Variante... es sollte genau das eintreten, was eingetreten ist und quasi zur Destabilisierung der Gesellschaft beitragen.

    Sollte es so viele Zufälle geben? Nach milder Witterung, genau jetzt in der Kälteperiode und zu Anfang des Geldes?

    Wer auch dahintersteckt hat damit die gesamte Gesellschaft angegriffen

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