„Entfernen Sie nicht unsere Kultur und das Street-Food“: Demo für Erhalt des Thai-Marktes im Preußenpark

Den Thai-Markt in Wilmersdorf gibt es seit vielen Jahren. Nun wird überlegt, den Markt auf Straßen oder Plätze in der Umgebung zu verlegen. Dagegen wurde am Sonntag demonstriert.

Tipa Pitibut, Köchin, bereitet auf dem Thai-Markt im Preußenpark ein Gericht mit gegrillter Ente und knusprigem Schweinebauch zu.
Tipa Pitibut, Köchin, bereitet auf dem Thai-Markt im Preußenpark ein Gericht mit gegrillter Ente und knusprigem Schweinebauch zu.Christoph Soeder/dpa

Berlin-Rund 50 Menschen haben am Sonntag in Berlin-Wilmersdorf für den Erhalt des sogenannten Thai-Markts im Preußenpark demonstriert. Zu der Kundgebung direkt am Park hatten der Thailändische Verein in Berlin und die SPD aufgerufen. Die Teilnehmer trugen Plakate, auf denen stand: „Bitte entfernen Sie nicht unsere Gemeinschaft, Kultur und das Street-Food“ oder „Wir möchten keinen Umzug“.

Den Thai-Markt gibt es seit vielen Jahren. Von Frühjahr bis Herbst wird dort immer freitags bis sonntags an vielen Ständen thailändisches Essen angeboten. Nun gibt es allerdings Überlegungen, den Markt auf Straßen oder Plätze in der Umgebung zu verlegen.

Nach Ansicht von CDU und Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ist das nötig, um die Natur im Park zu schützen und dort Müll oder Verkehrsprobleme zu vermeiden. Die SPD ist dagegen und verweist auf Konzepte zum Verbleib des Marktes im Park, die unter Beteiligung vieler Bürger entwickelt worden seien. Alle möglichen Alternativstandorte in der Nähe seien ungeeignet.

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Eine Frau hält bei einer Demonstration für den Erhalt des Thai-Markts im Preußenpark ein Schild. Darauf ist zu lesen „Bitte entfernen Sie nicht unsere Gemeinschaft, Kultur und das Street-Food“. 
Eine Frau hält bei einer Demonstration für den Erhalt des Thai-Markts im Preußenpark ein Schild. Darauf ist zu lesen „Bitte entfernen Sie nicht unsere Gemeinschaft, Kultur und das Street-Food“. Christoph Soeder/dpa

Für den Verbleib gebe es viel gesellschaftliche Unterstützung, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende in der BVV, Claudia Buß, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Sie verwies unter anderem auf 35.000 Unterschriften, die in den vergangenen Monaten online und am Markt selbst für das Anliegen zusammengekommen seien.

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf prüft nach eigenen Angaben derzeit verschiedene Varianten. Geplant sei, der BVV noch in diesem Jahr die Alternativen zur Diskussion vorzulegen, sagte der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Straßen und Grünflächen, Oliver Schruoffeneger, auf dpa-Anfrage.

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